Vom Liefer-Hype zur Baby-Bio-Wissenschaft: Eva Neugebauer über Exit-Lehren und ihre neue Rolle bei Löwenzahn Organics

Shownotes

Was passiert, wenn der Plan eines Investors nicht aufgeht und ein Herzensprojekt plötzlich vor dem Aus steht? Eva Neugebauer, Mitgründerin von Frischepost und heutige Co-Geschäftsführerin von Löwenzahn Organics, hat die gesamte Klaviatur des Unternehmertums durchgespielt. Im Staffelfinale von Skin in the Game spricht sie mit Roger Gothmann offen über die „Champions League“ der Marktplatz-Logistik, den Weg durch einen turbulenten Exit und ihre neue Rolle in einer Branche, die von Giganten wie Nestlé und Danone dominiert wird.

Highlights der Folge:

  • Marktplatz-Aufbau 2015: Wie man ohne Vorbilder eine regionale Frische-Logistik aufbaut, warum Excel jahrelang das wichtigste (und nervigste) Tool war und wie man das Vertrauen von Landwirten gewinnt.
  • Der Corona-Rollercoaster: Zwischen Systemrelevanz und dem extremen Skalierungsdruck der Lockdowns – Eva reflektiert über die Zeit, in der das Team über sich hinauswuchs, aber das „Managen“ erst im Flug gelernt werden musste.
  • Exit-Realität & Transformation: Die Geschichte hinter dem Exit und die Integration der Frischepost-DNA in die Strukturen der Flaschenpost.
  • Deep Dive Babynahrung: Warum Eva bei Löwenzahn Organics eingestiegen ist, wie man in einem Markt mit strengem Werbeverbot für Pre-Nahrung kommuniziert und warum Wissenschaftlichkeit bei Vollmilch-Basis den Unterschied macht.
  • Muttersein & CEO-Dasein: Ein ehrlicher Einblick in das Zeitmanagement mit zwei Kindern, die Gabe des Abschaltens und warum das Bauchgefühl am Ende jede Pro-und-Contra-Liste schlägt.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Das klingt nach einer Menge Energie, das klingt ein Rollercoaster.

00:00:04: Aber es sollte für jeden Einzelnen die bestmögliche Option geben den Alltag zu stemmen oder halt auch biologisch bedingt das Kind zu ernähren und dafür braucht's halt gewisse Produktvoraussetzungen.

00:00:30: Willkommen bei Skin in the Game dem Podcast über echte Transformationen und vor allem die Menschen dahinter.

00:00:36: ich bin Roger Gothmann Wie man einen digitalen Hofladen aufbaut, sieben Jahre lang skaliert und die eigene Vision danach einfach mitnimmt.

00:00:42: zum nächsten großen Player.

00:01:07: Eva, herzlich willkommen zum Staffelfinale von Skin the Game.

00:01:11: Ich mach heute mal Folgendes.

00:01:12: Ich werfe meine ganze Struktur, Marktmensch und Dilemma komplett bei den Haufen vor mir jemanden sitzt der einfach nicht in dieses Raster passen will.

00:01:19: Du siehst wahnsinnig entspannt aus aber ich glaub wenn man die letzten Jahre über die wir reden werden Revue passieren lässt war das wahrscheinlich alles andere als entspannt.

00:01:26: du hast ersten Lieferdienst gegründet mit mehreren hundert Mitarbeitern hast dann den Exit gemacht.

00:01:31: er ging dich ganz so auf wie ihr es geplant hattet Und gründest jetzt ein Unternehmen oder hast einen Unternehmen gegründet und tummelt sich in einem Marktumfeld mit Marktbegleitern wie zum Beispiel Nestlé.

00:01:41: Das klingt nach einer Menge Energie, das klingt eine Rollercoaster, das klinkt nach Ups & Downs.

00:01:45: und lasst es mal ganz vorne anfangen.

00:01:47: Und zwar wir gehen zurück ins Jahr zwanzig fünfzehn, als ihr frische Post aus der Taufe gehoben habt.

00:01:54: Wie gründet man verdammter Erksten Marktplatz?

00:01:56: Das ist ja, glaube ich so die Apple Champions League.

00:01:58: Das heißt, ich muss irgendwo Menschen zusammenbringen.

00:02:01: Ich muss Dinge koordinieren.

00:02:03: Habe ich die Anbieter nicht?

00:02:04: Kommen die Nachfrager nicht?

00:02:05: Kommt die nachfragern nicht?

00:02:07: Wo fängt man da an?

00:02:09: Ich glaube, wir haben zwei Dinge gemacht.

00:02:10: Zum einen haben wir uns angeguckt was gibt es denn schon?

00:02:13: Was ansatzweise in die Richtung geht und das waren die Biokisten, die quasi in den einzelnen Städten und Regionen dann halt eine Gemüsekiste aus der Region zum Kunden nach Hause liefern und das ist halt sehr basic aber halt schon seit teilweise zwanzig dreißig Jahren und sehr erfahren machen die letzte Meile in der Frischologistik.

00:02:30: Das heißt, die haben wir ganz genau angegückt.

00:02:33: da habe ich auch meine Masterarbeit damals drüber geschrieben über diesen Markt.

00:02:36: Und zum anderen haben wir einfach einen kleinen Puff-of-Concept uns überlegt und das selber getestet.

00:02:41: Also, wir haben eine monatige Testphase gemacht, das war noch im August.

00:02:45: Ja.

00:02:45: Und wirklich meine Mitgründerin Jule und ich haben uns dann da ins Auto gesetzt und eine kleine Halle angemietet und Erzeuger angeschrieben und Kunden akquiriert und haben das halt im Kleinen getestert und mal geguckt geht das?

00:02:56: Finden die Kunden das cool, finden die Erzeugern das cool?

00:02:59: Was sind die Herausforderungen?

00:03:01: Wie läuft der Pick'n'Pack-Prozess

00:03:02: usw.?

00:03:03: Denn in den letzten Jahren konnte man sich jetzt noch nicht so wirklich viele Pick-N-Pack-Prozesse im E-Commerce Bereich angucken, das war ja noch etwas was ganz neu war und die Leute haben eigentlich auch nicht verstanden.

00:03:14: Was ist eigentlich Online-Lebensmittel?

00:03:16: Wie soll ich jetzt Lebensmittel online kaufen?

00:03:18: Das kann ich ja gar nicht fühlen und anschauen.

00:03:21: und hey wie soll das denn gehen!

00:03:23: Das

00:03:23: war ja doch vor dem ganzen Gorillas Hype ne?

00:03:25: Ja es waren super früher.

00:03:28: Ich stelle mir das heraus, fordernd vor.

00:03:31: Ihr hattet ja nicht mal diesen Branchen-Steilgeruch bei den Erzeugern oder?

00:03:34: Ich kann mal eine kleine Anekdote erzählen und zwar wir haben ja auch wie ihr zwanzig Fünfzehn Texte gegründet mit dem Existependium Programm was ne klasse Sache ist.

00:03:44: Das hatten

00:03:44: wir auch ja auch

00:03:45: gleich noch zu überwähnen.

00:03:46: Davor hatten wir in der anderen Company Matthias, Christian und ich.

00:03:49: Also wir drei Founder.

00:03:50: Die nannte sich Manual Load.

00:03:51: Und zwar hatten wir eine Plattform gebaut.

00:03:53: In diesem Tag ist es ja eine App da konntest du als Restaurantbesitzer... Deine Speisekarte zentral einpflegen und wir haben die quasi alle Kanäle geputscht.

00:04:01: Instagram, Website, wo auch immer... Und die Leute konnten dann beim Mittagessen entscheiden, ach heute will ich mal so einen Kalbschnitzel essen?

00:04:07: Dann muss ich da hingehen!

00:04:09: Wir hatten diesen Prototypen gebaut, wir hatten schon, sag' ich mal, so gute Market-Materialien Einwurfkarten, wo wir bei den Restaurants Serbungen für machen wollten.

00:04:17: Und dann gehen wir den einen Abend hier in Hamburg los kein Restaurant einen Briefkasten draußen dran hatte aus guten und nahvollziehbaren Gründen.

00:04:25: Weil es, glaub ich, laufend so Dudes wie uns gibt, die den Briefkastenzuband haben.

00:04:29: Wo wir dann gemerkt haben, okay, wir haben eigentlich gar keine Ahnung von dieser Branche.

00:04:33: Wie habt ihr das angefangen?

00:04:34: Wie habt euch dieses Standing erarbeitet?

00:04:36: bei den Erzeugern ...

00:04:37: Ich glaub, wir sind beide schon so auf dem Land aufgewachsen.

00:04:41: Sehr bodenständig unterwegs.

00:04:42: Da sind wir auch immer im WHO-Studium damals aufgefallen, dass wir jetzt ja schon eher so typ ... Wir machen die Dinge irgendwie anders und gehen auf die Leute zu.

00:04:52: Und meine Mitgründerin Jule ist ja auch aufm Landwirtschaft den Betrieb aufgewachsen.

00:04:56: Ich komm aus einem Familienbetrieb für Fostwirtschaft.

00:04:59: also diese Verbundenheit zur Natur war halt irgendwie mal schon da.

00:05:03: Die Liebe für gute Lebensmittel auch einfach ... finden beide halt natürliche regionale Lebensmittel schon immer super toll, sind auch beide auf dem Land aufgewachsen.

00:05:12: Ich glaube wir konnten da relativ schnell den Schnack der Landwirt und Landwirtenen auch auf einer Ebene führen, die dann auch überzeugt hat so ne?

00:05:22: weil wir nix vorgespielt haben.

00:05:23: Und es ging wirklich um die Sache, ja?

00:05:25: Also

00:05:25: gerade diese Markkultur muss man von Anfang an verstehen oder?

00:05:30: Ansonsten funktioniert's glaube ich nicht, ne?

00:05:31: Total

00:05:32: und wir haben es halt geliebt also jetzt immer noch im Kontakt mit vielen von den Landwirten hier aus Hamburg als einfach so tolle Menschen sind und so besonders auch was sie da tagtäglich reißen ist einfach... Krass, ne?

00:05:44: Ist ja auch einfach ein wahnsinnig komplexes Unternehmen.

00:05:49: Was sie da führen und Vertriebskanäle die sich für sich erarbeiten müssen.

00:05:52: Da hat einer davon die frische Post.

00:05:54: Das fanden die natürlich am Anfang so nicht hundert Prozent verstanden aber... Die haben uns dann halt vertraut.

00:06:00: Und wenn man sagt, komm wir gucken mal was es wird, das war immer auf Augenhöhe

00:06:04: Ja.

00:06:05: Ich stelle mir das trotzdem wahnsinnig komplex vor, das war es wahrscheinlich auch.

00:06:08: Du baust zum einen diese Technologie, diese Plattform die alle Prozesse koordiniert.

00:06:12: du hast hinten raus die Produzenten sprich die musst ja auch nur bei Laune halten ist aber wohl ein Partnergeschäft.

00:06:18: von wo fängst du da an?

00:06:20: Sag mal dass das groß zu machen.

00:06:21: Du hast gesagt ihr habt die Halle angemietet für diesen Testlauf.

00:06:24: was ist denn so der nächste Schritt?

00:06:28: Marketing war natürlich mit die größte Herausforderung, weil man das Thema Online-Lebensmittel erklären muss.

00:06:35: Wir waren am Anfang hier ein Thema, wir sitzen hier gerade beim alten Mädchen.

00:06:39: Hier waren wir ganz oft für irgendwelche Foodmärkte, haben uns dann ausgestellt und die Sachen zum Probieren gezeigt, haben viel über Presse gemacht, World of Mouth natürlich.

00:06:50: Und tatsächlich ist das Produkt auch darüber einfach dadurch, dass es ein gutes Produkt war?

00:06:55: Ich meine, es waren einfach unfassbar frische tolle Leben!

00:06:57: mit direkt vor die Haustür geliefert, die auch frisch auf Bestellungen produziert wurden.

00:07:02: Also wir hatten dann auch Vorzugsmilch im Sortiment, die gibt's im Handel gar nicht weil sie gar nicht liegen darf.

00:07:07: also die muss halt sofort vom Erzeuger zum Kunden und dadurch ist es einfach so.

00:07:12: ein World of Mouth Thema am Anfang gewesen, Pressethema viel für Ort sein bei den Veranstaltungen hier in Hamburg, weil waren ja am Anfang nur in Hamburg und dann hat das ganz gut funktioniert.

00:07:23: aber... Klar, das sind natürlich alle Registerzien für's Marketing.

00:07:27: Vor allem wenn du so über Marketing sprichst ... Ist ja nicht Marketing-Marketing sondern was ihr auch gemacht habt und es kommt mir sehr vertraut vor, dass ist auch so eine gewisse Form der Education.

00:07:35: Was sind das für Lebensmittel?

00:07:37: Und wie unterscheiden die sich von dem Lebensmittel Was ihr da im Supermarkt um die Ecke kaufen konnten.

00:07:41: Warum sind die jedenfalls auch teurer?

00:07:44: Das in den Markt zu bringen, das ist schon eine gewisse Herausforderung.

00:07:48: Darüber konnte man diesen Online-Kanal ja auch total gut nutzen.

00:07:50: Es hat ja nicht diesen Chance mit sich gebracht dieser E-Commerce über Videomaterial, über Fotos und einfach wirklich ne andere Nähe zu generieren, die du halt über einen Offline-Kanal jetzt auch nicht so schaffst.

00:08:04: Am Anfang war das dann noch nicht wie heutzutage, also hier Podcasts ... Wir hatten am Ende auch, also gerade im Corona-Lockdown hatten wir auch Erzeuger dann Instagram Live Channel und dann konnte man mit denen interagieren.

00:08:17: Also das sind ja dann schon Möglichkeiten die du einfach durch den Online Kanal hast was ja auch cool ist.

00:08:22: Das heißt so wie ich es richtig verstanden habe und unsere gemeinsame Bekannte eine Eure Erstmitarbeiterin quasi kam hier aus oder liegt da mittlerweile in dieser PR Welt.

00:08:31: Das war für euch schon immer ein wichtiger Kanal.

00:08:33: Ja sie hat das für uns gemacht.

00:08:37: Also wie gesagt, das kommt mir sehr vertraut vor.

00:08:38: Weil bei uns war es ähnlich.

00:08:39: Wir haben quasi ein Produkt gelanscht, dieses ganze Steuerthema ... wir sind so direkt an die Marktplätze gegangen und haben uns da direkt die Daten rausgezogen, steuerlich bewertet und dann an die Finanzämter geschickt.

00:08:49: Es gab's vorher noch gar nicht.

00:08:50: Da kannst du ja nicht erklären, hier ist die Lösung, dass es geil funktioniert und ich fliegt nicht.

00:08:54: Du musst erstmal Vertrauen schaffen.

00:08:56: Genau wie ihr.

00:08:57: Ihr hattest wahrscheinlich auch so Story hinter den Kulissen, habt ihr Erzeuger vorgestellt?

00:09:02: Ja!

00:09:02: Und ich meine, es ist ja auch wie bei vielen solcher neuen Themen am Anfang ... das ist halt eine relativ kleine Zielgruppe.

00:09:08: Das sind dann so die ... Mega Überzeugungstäter, die vielleicht in Zweifel auch schon mal eine Biokiste hatten.

00:09:13: Die immer extra rausfahren zum Milchhof... ...die die ganze Zeit gezielt diese Sachen suchen da zum Metzger hier zum besten Bäcker der Stadt und wenn du den dann sagst hier wir machen das alles für dich die sagen ja hell yes aber dann in so einen größeren ein größeres Segment zu bedienen und halt auch die zu überzeugen die vielleicht zu dem Thema noch nicht so richtig viel Zugang hatten vorher dass es dann halt die Krux das hinzukriegen.

00:09:39: Die Entwicklung über Corona war natürlich dann riesig für uns, klar.

00:09:44: Keine Frage und sowas braucht einfach ... enorm viel Zeit und Geduld.

00:09:48: Was wir bewiesen haben, ist wirklich auch Geduld!

00:09:51: Wir haben sehr lange durchgehalten und gekämpft für unsere Sachen, wo viele andere vielleicht schon aufgegeben hätten.

00:09:57: Haben gesagt, wir finden es so richtig was wir machen.

00:10:00: Wir glauben so sehr dran.

00:10:01: Es ist einfach so ein starkes Produkt, das muss es geben.

00:10:05: Auch unsere Gesellschaft war wahnsinnig.

00:10:07: Frische Posten müssen es geben.

00:10:10: Wir haben anscheinend noch nicht hundert Prozent im Ende den Weg gefunden.

00:10:13: Aber so ging's dann die ganzen Jahre, bis wir dann halt so den Durchbruch hatten?

00:10:17: Ich hab euch ja damals auch wahrgenommen als Kunde leider nur ein bisschen außerhalb von Hamburg, sodass ihr da in dem Bereich nicht geliefert hat und also vermusst dich auf eine Alternative ausweisen.

00:10:26: Er war

00:10:26: immer sehr ökonomisch unterwegs.

00:10:28: Ekonomische Nachhaltigkeit ist auch wichtig.

00:10:32: Stopptisch, der war nicht hoch genug bei euch daher

00:10:35: ... Was war so in den ersten Jahren, dein größter Fake it till you make it moment?

00:10:39: Bevor du dich jetzt hier mal explodieren musst, plauder ich mal was es bei uns war.

00:10:43: Wir haben quasi den Kundenabtag einzusprochen dass wir uns die Daten so automatisiert ziehen.

00:10:47: dann gibt's so einen schönen Algorithmus da steckt das ganze Steuerwissen drin und dann kommt eine schöne Steuererklärung raus.

00:10:53: Das haben wir die ersten Wochen oder Monate selber gemacht.

00:10:56: sei mal augenscheinlich den Zugang zu dem Shopsystem, zu dem Marktplatz geben lassen.

00:10:59: Haben uns dann die Excel-Tabellen runtergeladen und haben sie selber per Hand strukturiert ausgewertet.

00:11:05: Und irgendwann angefangen diesen Algorithmus wirklich zu bauen.

00:11:08: Für die Kunden war das immer automatisiert aber uns war es dann häufig Christian der manchmal bis Mitternachter gelassen hat und Excel Tabellen verknüffelt.

00:11:15: Also

00:11:15: das kommt mir überhaupt nicht bekannt vor!

00:11:19: Wir haben eigentlich alles auf dem Weg gemacht.

00:11:21: wir haben immer erst alles mit Excel.

00:11:23: Immer da uns wirklich... die ganzen Bestellungen zu konsolidieren.

00:11:28: von den Kunden und an die Bauern rauszuschicken.

00:11:30: Das war ganz, ganz viele Jahre.

00:11:32: ne Excel, die dann auch immer zusammengebrochen ist weil sie zu groß war.

00:11:36: Und dann gab's da irgendwelche Excel-Fehler oder irgendwas falsch rüber kopiert und ganz schlimm aber halte ich auch nach wie vor für absolut den richtigen Ansatz.

00:11:45: Weil damals gab es das ja noch nicht dass du dann recherchiert hast.

00:11:48: Aber was gibt's denn hier so für Procurement-Cutools?

00:11:52: Ne also waren wir ja immer alleine auf weiter Flur mit dem Fundsystem und deswegen haben wir ganz viel so gemacht, dass wir es halt erst mal manuell gemacht haben.

00:12:02: Und wenn's dann irgendwann gar nicht mehr ging, dann haben wir gesagt okay jetzt suchen wir uns irgendein Tool was nur ansatzweise passt oder haben ja dann auch ganz ganz viel selbst entwickelt.

00:12:11: Also unsere Plattform war eigentlich fast neunzig Prozent eine Eigenentwicklung Weil halt zu dem Zeitpunkt so wenig gab und weil wir auch frisch auf Bestellungen ... Das war ja komplett anders, als wie der E-Commerce arbeitet.

00:12:22: Wir haben keine Lagerbestände gehabt in dem Sinne.

00:12:26: Und dieses Einkaufstool was wir entwickelt haben und das Pick and Pack System war komplett eigenentwickelt, weil es eben komplett anders läuft als im sonstigen Lebensmittel Einzelhandel oder Onlinehandel.

00:12:36: Das waren die Disruptionen, die wir da in dem Sinn getan

00:12:39: haben.

00:12:40: Ja.

00:12:41: Nun gibt's glaub ich ... Kaum einen relevanten, großen Marktplatz, der so organisch gewachsen ist ohne externes Funding.

00:12:47: Und auch damit eine nette Parallelie.

00:12:49: Wir sind ja beide mit dem Exist-Dependium gestartet für's Wanz-Zwanzig-Fünfzehn, was ja echt ne schöne Sache ist.

00:12:55: Man kriegt erst mal nettes Gehalt ein Jahr lang und kriegt doch so'n Sachmittelbudget ... Ich weiß noch von den letzten Mitteln unseres Sachmittelbudgets sind wir damals nach Dublin geflogen.

00:13:03: Wollten da so ein Partner das Produkt pitchen.

00:13:06: Und ja, das war irgendwie eine nette Erkundungsreise zumindest auf die Grüne Insel.

00:13:10: Ich glaub müsste mittlerweile auch verjährt sein falls er irgendwann nochmal nachhaken kann.

00:13:15: Dann fängt man irgendwann an sag ich mal auch zu überlegen mache ich das jetzt so organisch weiter oder hole ich mir halt Investoren am Board?

00:13:20: und ihr habt ja Business Angels an Bord geholt Auch ein paar nahmhafte, bei einem laufig zumindest mit frischem Post.

00:13:28: Bei einem laufe ich jeden Morgen noch vorbei, weil ich wohne in Emsonen und nehm's den Peter Köln, kennt wahrscheinlich jeder dieser Haferflocken mit dieser sehr haptischen Tüte.

00:13:37: Wie seid ihr das angegangen?

00:13:38: Hattet ihr da einen Plan oder ist es quasi von Investor zu Investor so gewachsen?

00:13:42: Ja, so komplettes ... Also auch ein Riesenvertriebsthema muss man auch sagen.

00:13:47: also einfach fünfhundert Versuche zwei funktionierend in so einer Finanzierungsrunde.

00:13:55: Und halt immer wieder erzählen, was man macht und dann gibt's irgendwann den Fit.

00:14:00: Dass jemand sagt, glaub ich dran find' ich total super, seh ich auch dass der Trend irgendwann durchschlägt, investiere ich halt.

00:14:08: Das war aber oft auch der persönliche Fit, der natürlich wichtig war.

00:14:11: Man muss auch sagen das war ... Ich weiß nicht ob du es auch so wahrgenommen hast, das war ja noch vor zwanzig, zwanziger.

00:14:17: Im Lockdowns gab's da gefühlt so ein Schiff, plötzlich die ganzen VCs alles da, dass irgendwo gescreened haben und gefragt haben.

00:14:24: Braucht ihr nicht Kohle?

00:14:25: Ich glaube davor, das war auch meine Wahrnehmung, war es schon umgekehrt.

00:14:30: Man war eher so der Bittsteller, musste mit einem netten Pitchdeck an die Türen klopfen, an den Tinken putzen und wurde dann in der Tattoo häufig abgelesen.

00:14:38: Ja aber also vor Corona konnten wir... Trotzdem schon echt gute Zahlen zeigen.

00:14:42: Wir waren operativ schon super lange profitabel, eben weil wir ja keinen Food Waste haben, weil wir halt super geringe Stoppdichte haben.

00:14:49: Also wir sind wirklich die Straße abgefahren und haben da mehrere Kunden beliefert so.

00:14:53: Und das ist halt schon etwas, dass da sind ja die großen Grad noch nicht an dem Punkt oder teilweise noch nicht.

00:15:02: Dann schon teilweise auch für Business Angels dann schon attraktiv gewesen zu sehen.

00:15:05: Wow, die Loyalität, die Kohorten wie die aussehen und die Bestellwerte auch weil wenn jemand bei uns Kunde war also dann wurde schon viel gekauft und das war schon besonders ja?

00:15:19: Und dann seid ihr quasi aus diesen lokalen Markt Hamburg weiter, sag ich mal, geografisch in die anderen Hotspots in Deutschland gegangen.

00:15:27: War das eine Herausforderung?

00:15:28: Tickt da jeder Markt irgendwo anders selbst so einen einheitlichen oder halbwegs einheitlichem Land wie Deutschland?

00:15:34: Ja, riesen Herausforderungen auch etwas gewesen, weshalb wir uns für ein Franchisekonzept entschieden haben.

00:15:41: Wir haben halt gesagt... Das lebt davon, dass Jule und ich hier in Hamburg leben.

00:15:44: Dass wir die Stadt in und aussinnig kennen, dass wir die Erzeuger persönlich kennen, das wir genau wissen.

00:15:49: In Hamburg ist diese Bäckerei total gehypt.

00:15:52: Und in München ist es im Zweifel total anders.

00:15:56: Im Rhein-Main-Gebiet essen sie halt Spundekäse.

00:15:59: Und Berlin wollen die halt was essen?

00:16:02: Also so ... Es war uns total klar, dass dieses, was ich eben auch erzählt hab, diese Liebe für die Region, diese Authentizität um ... Das Netzwerk, was man da auch aufbaut und Regionalität wirklich liebt.

00:16:14: Dass das halt dort auch verhaftet sein muss.

00:16:16: Und deswegen haben wir quasi unsere Plattformen, wo ich eben gesagt hab, die haben wir größtenteils selbst entwickelt.

00:16:22: Und unsere Marke, die ja dann schon sehr stark und aufgebaut und bekannt war, lizenziert über ein Freundschaftskonzept.

00:16:29: Dann waren das wirklich eigenständige Unternehmerinnen in den jeweiligen Städten, die diese Plattformmarke genutzt haben.

00:16:36: Das hat sehr gut funktioniert!

00:16:37: Das war natürlich auch eine Herausforderung, weil man musste dann wieder viel bei sich glattziehen und vorbereiten.

00:16:45: Dass die das entsprechend nutzen können, Systeme anders aufbauen, skalierbarer machen, Performance

00:16:52: usw.,

00:16:52: sofort im E-Commerce Shop.

00:16:53: Aber es waren sich der richtige Schritt absolut!

00:16:57: Ich hab den letzten Jahren so ein zentrales Ding gelernt, ne?

00:17:01: Und zwar so Kulturfrist alles.

00:17:03: Kulturfristprozess, Kulturfrist die beste Planung.

00:17:06: Du kannst noch so ein geiles OKA-System haben was ihr wahrscheinlich auch irgendwo hattet.

00:17:11: Wenn du sag mal die Filmkultur nicht am Laufen hältst, dann bricht am Ende des Tages alles zusammen und ich stell mir das in so einem Franchisesystem Wahnsinnig herausfordernd vor.

00:17:19: Es ist ja nicht so, dass du die Leute einmal Screens mit denen sprichst und merkst okay das ein Fitter sondern musst dir wahrscheinlich immer ständig um was reingeben.

00:17:26: oder wie stelle ich mir das vor?

00:17:27: Ja aber wir haben uns echt sehr viel Zeit gelassen die jeweiligen Gründer und Geschäftsführer zu finden von den Standorten und es waren einfach Top-Leute auch heute noch sagen besser geht's nicht.

00:17:38: also die waren super gut und dann reicht das.

00:17:43: Wenn die super sind und verstanden haben, was frische Post ausmacht.

00:17:48: Die DNA eingesogen haben dann funktioniert das auch.

00:17:52: Okay ja cool.

00:17:53: Und koppel zurück zur Filmkultur selber.

00:17:56: Ihr seid da wirklich auf eine dreistellige Mitarbeiterzahl gewachsen.

00:18:01: Ging das stetig oder gab es so Spuringer?

00:18:05: Also es gab Sprünge während, als dann die Corona-Pandemie losging.

00:18:09: Das war wirklich ... Da kam ich gar nicht hinterher.

00:18:12: in das Arbeitsvertrag unterzeichnen so nach der Mutter.

00:18:15: Aber ansonsten relativ stetig ja.

00:18:18: So kann man sagen, die ist ja einfach ein bisschen gewachsen.

00:18:21: Mir ging's ähnlich bei den Lockdowns und ich weiß noch so, der erste Lockdown war vor vierzehn Tage bei uns alles tot.

00:18:26: Wir gab nicht einen Anruf von einem potenziellen Interessentem, wir dachten, wir können die Firma irgendwie einstampfen.

00:18:31: Und denn nach diesen vierzehntagen ... Das ging ja dieser E-Commerce-Hype los.

00:18:36: Mir ging's wie dir, ich hab auch nur Vorstellungsgespräche geführt und fand mich superfokussiert.

00:18:41: Ich dachte, ich muss diese Gespräche alle führen.

00:18:44: Hab Arbeitbeiträger unterschrieben, hab aber einen Nachgang zu gemerkt, ich habe extrem viele Fehler gemacht.

00:18:52: Was die Filmkultur betrifft, der hätte ich noch viel mehr drauf achten müssen.

00:18:56: Ist das ein persönlicher Fit?

00:18:58: Mhm.

00:18:59: Was hast du aus dieser Zeit mitgenommen?

00:19:01: Gut, wir haben tatsächlich ... Also in der Corona-Pandemie haben wir hauptsächlich Fahrerinnen und Packern eingestellt.

00:19:07: Und ansonsten haben wir einfach nur funktioniert und umgesetzt.

00:19:10: Ich glaub, da hätten wir noch nicht mehr Zeit gehabt, durch den Team zu holen.

00:19:13: von daher das war jetzt eher weniger das Thema.

00:19:16: im Gegenteil ich glaube die Art und Weise wie wieder zusammengeschweißt sind waren sowieso schon immer ein super eingeschweißtes tolles team stimmte da komplett zum interkultur total wichtig.

00:19:26: aber das hat natürlich nochmal zusätzlich zusammengespeist und macht ja was auch mit dir diese verantwortung zu spüren.

00:19:32: so okay dass ist jetzt wirklich relevant was wir hier leisten weil nicht mehr in den Supermarkt gehen wollen und sich nicht anstecken.

00:19:38: Es ist wirklich richtig systemrelevant, sozusagen.

00:19:43: Das haben wir schon alle gespürt.

00:19:45: Und das war auch ein schönes Gefühl da so wichtig zu sein für alle.

00:19:49: Und was beitragen zu können.

00:19:51: Ich glaube es hat uns jetzt gesagt und geschweißt auch.

00:19:54: Bist du dann diesem Weg von der Gründerin die quasi eine ersten angemieteten Halle noch selber gepackt hat bis hin zur CEO?

00:19:59: Bist Du denn komplett alleine gegangen oder hast Du dir externe Hilfe geholt?

00:20:04: Also ich bin ja vor allen Dingen mit meiner Mitgründerin Juliane gegangen und das war total toll.

00:20:11: Wir haben auch immer noch eine super enge Freundschaft, diese Höhen- und Tiefen zusammen zu gehen war total wichtig und das hätte ich niemals alleine ... gemacht und machen können, alleine dieses Sparing zu haben.

00:20:23: Ansonsten hatten wir natürlich unsere Gesellschaft da.

00:20:26: Es waren ja auch einige dann aus verschiedensten Bereichen.

00:20:29: Größere kleinere, auch ein Impact, wie es die Form war mit drin.

00:20:33: Und ansonsten immer meine Freunde, meine Familie PR Support von Natalia.

00:20:40: Okay, klingt sehr harmonisch.

00:20:42: Bei uns war es so wir sind da als drei Co-Founder gestartet und dann auch gleich als drei Cossiers aus.

00:20:47: Das heißt am Ende des Tages kann man an einem gewissen Punkt... Wo wir gemerkt haben, so mit dieser Struktur geht es nicht weiter.

00:20:54: Und ich hatte vor einiger Zeit hier die Lena von AirUp im Podcast, die ja auch als drei, vier Freunde aus der Uni rausgegründet haben.

00:21:02: Denn als durch die Decke ging und gemerkt hatten das überfordert uns diese Strukturen aufbauen und die haben sich dann wirklich einen externen CEO geholt.

00:21:10: Wir haben dann irgendwann gemerkt bei uns... Mit diesen drei Kurs-Cios, wo jeder eigentlich das Gleiche sagen kann muss darf.

00:21:17: Das funktioniert nicht.

00:21:18: Aber es irritiert das Team.

00:21:20: Der eine spricht nur mit den Grafikdesignern und der andere spricht nur bei den Steuerleuten.

00:21:25: Da schießt du irgendwo die Filmkultur und bildest so einen Lagerdenker aus.

00:21:29: Also das war so ein Punkt, wo wir gesagt haben, nee, wir müssen uns da irgendwie anders aufstellen.

00:21:34: Kommt ihr auch in so einer Phase?

00:21:35: Weil ihr seid ja auch als gleichberechtigte Mitgründerin gestartet.

00:21:38: Gab's sowas hinter den Kulissen?

00:21:41: Wir hatten immer den riesigen Vorteil, dass wir von unserem Wertekonstrukt total ähnlich waren.

00:21:46: Aber trotzdem inhaltlich unterschiedliche Dinge an unterschiedlichen Dingen Spaß hatten und das heißt, wir hatten nie so richtig grundsätzliche ganz tiefgehende Themen.

00:21:56: Und auf dem Ebenen wo wir uns ausgetauscht haben war es eigentlich immer total wertvoll.

00:22:00: Natürlich waren wir... in der ganzen Journey von Frische Post keinen erfahrenen Manager.

00:22:06: Das ist ja einfach immer das Thema, wenn du dann so gründest.

00:22:09: Ich glaube Gründer sind wir beide auf jeden Fall etwas, was wir sehr gut können an Vison glauben und umsetzen machen.

00:22:17: Aber das Managing mussten wir halt auch erst lernen, ne?

00:22:20: Klar.

00:22:20: Und wie haben uns auch Support in der Richtung geholt wenn du das meinst und dass wir natürlich dann irgendwie auch Coachings gemacht haben... Wie kann man eine bessere Führungskraft sein

00:22:29: usw.,

00:22:29: also würde ich mir niemals anmaßen, dass sich das

00:22:32: von

00:22:32: Anfang an gekonnt hätte oder dass ich da jetzt schon an einem Punkt bin, dass ich es perfekt kann.

00:22:35: Das ist immer ein Lernprozess, immer noch.

00:22:38: Gibt's so die eine Sache wo du sagen würdest, dass die Gründerin in einer ersten gemieteten Halle schon ... CEO gewusst hätte.

00:22:48: Hätte es vieles vereinfacht, gibt's da so eine Sache oder vielleicht sogar zwei oder drei?

00:22:52: Ja ich glaube grundsätzlich diese ganzen... Themen, was ich eben gesagt hab.

00:22:57: Diese Ex an irgendwelchen Exzellen rumfummeln und so weiter und so fort.

00:23:00: Also das ganze BI-Thema ... also BI hat das ja damals nicht gegießen.

00:23:04: Also irgendwie einfach gut mit Zahlen angucken und analysieren können.

00:23:09: Das habe ich zum Beispiel viel zu lange versucht selber hinzukriegen.

00:23:12: Da hätte ich mir früher jemanden reinholen sollen, weil mich das total abgehalten hat von der Führung des Unternehmens.

00:23:18: Von daher ... Ja, also manchmal auch aus diesem ... Ich mach alles selber und willst erst mal alles verstehen.

00:23:24: Früher rauszugehen, ne?

00:23:25: Das hätt ich mir vielleicht selber gesagt.

00:23:28: Und dann wär's vielleicht ein bisschen besser geworden.

00:23:30: ja.

00:23:31: Man nennt sich auf so einer Reise wahnsinnig selbstneukennend.

00:23:35: Also ich war da teilweise auch ein paar Jahre Angestellter.

00:23:38: Da gehst du morgens ins Büro und spielst irgendwo immer eine Rolle.

00:23:42: Du wirst ja nicht sagen, deinen Kollegen ständig den Herz ausschütten, wie es dir wirklich geht oder hinter der Kulisse aussieht Das funktioniert aber als Co-Founder funktioniert das immer nicht.

00:23:52: Aber du hast natürlich irgendwo Christo Druck von allen Seiten, ist auch dein Job den Wobb auszuhalten und immer lernst du Dinge über dich die du irgendwo verschlossen hast.

00:24:00: Und also musst dir dann irgendwann mal angehen... Bei mir war das so eine Sache, ihr hätt ich gern echt früher angegangen.

00:24:06: was war so das Thema?

00:24:08: Ich hab halt gern die Dinge selber gelöst, weil ich irgendwo damit den Applaus brauchte.

00:24:13: Ich war immer der, der gesagt hat, das Team struggelt da gerade, ich geh hin und löse es.

00:24:17: Das ist aber nicht wirklich gelöst.

00:24:18: Am Ende des Tages konnte das Team's dann nicht weiter machen.

00:24:21: Die haben nichts gelernt und haben wieder alles bei mir abgeladen.

00:24:24: Da entsteht so ein Teufelskreislauf.

00:24:25: Aber wenn sich das erkannt habe, verging da echt ein paar Jahre.

00:24:29: Das muss man ehrlicherweise sagen.

00:24:31: Aber so was auf einer typologischen Ebene hattest du auch eine Selbsterfahrung ...

00:24:37: Ich glaub, Geduld ist auf jeden Fall eine große Schwäche von mir.

00:24:41: Also es fängt beim ... die Leute ausreden lassen an, aber auch ... Ja, einfach kein Verständnis.

00:24:48: Ich bin besser geworden.

00:24:49: Wie gesagt, ich arbeite an mir!

00:24:51: Aber halt irgendwie ... Also, mir kann das alles immer nicht so schnell genug gehen und das baut natürlich teilweise auch Druck auf bei den Mitarbeiterinnen oder hat in der Vergangenheit vor allen Dingen, weil ich ja selber so stark unter Druck stand sehr, sehr häufig.

00:25:05: Und das wäre auf jeden Fall was ich wünschte, was sich in der vergangenheit hätte besser gemacht Ja, wo ich jetzt mit Sicherheit schon deutlich besser bin.

00:25:14: Aber es ist auf jeden Fall etwas ... was eine Schwäche von mir ist.

00:25:17: Obwohl das ein Trade-off ist zwischen ungeduld und die Dinge planmäßig angehend, den hab' ich auch noch nicht gelöst für mich.

00:25:24: Ist doch schwierig ja!

00:25:25: Gibt's

00:25:25: auch nicht oder?

00:25:27: Ich glaub wenn du den gefunden hast dann bist du irgendwann glaube ich, weiß ich nicht, Rentnerin oder was auch immer.

00:25:32: aber ich glaub so im Unternehmensalltag zu sagen, ich habe jetzt das Gleichgewicht aus, ich packs an versus ich hab' ne klare Struktur, klaren Plan.

00:25:39: also kann mir keiner erzählen

00:25:41: Klar, aber es gibt ja auch noch ein Wie.

00:25:43: Also wie macht man das dann?

00:25:45: Und ich glaub da kann man auch sehr stark Wege finden die nicht so negative Energie beim Gegenüber führen sondern eher zu positiv war und dass er als einen Positiv-Pushen wahrgenommen wird.

00:25:55: hey wir schaffen das jetzt noch kommen, das kriegst du jetzt auch noch hin anstatt jetzt irgendwie so ey das muss jetzt ja also nicht, dass sich das so gesagt hätte Aber es gibt ein Wie auch was man da woran man arbeiten kann.

00:26:07: Die zweite Sache bei mir war, ich weiß nicht wie es bei dir ist.

00:26:10: Aber kannst du ja gleich mal erzählen?

00:26:11: So Feedback selber empfangen und verarbeiten.

00:26:16: Ich komme wirklich aus dieser Steuerwelt, ich war Finanzbeamter ... Ich weiß nicht, ob das so die DNA von diesen Menschen ist.

00:26:23: Sie wollen halt irgendwo perfekt sein.

00:26:26: Das was sie sagen muss hundert Prozent sein und man redet eher so im Erfehler.

00:26:30: Und deswegen hab ich Kritik oder Feedback immer als mal so Kritik wahrgenommen.

00:26:34: Es hat mich immer getroffen.

00:26:35: Ich habe mich dabei erwischt wie ich versucht habe ein bisschen wieder gegen zu halten und das mal zu lernen, dass zu verarbeiten und erst mal Sacken zu lassen, zu reflektieren.

00:26:44: Das war echt ein langer Prozess.

00:26:46: Da musste ich mir echt Hilfe holen und zwar habe ich dann sofort zwei, drei Jahre mit dem Coaching angefangen.

00:26:50: Und das Erste was sie gemacht hat.

00:26:51: also viele Grüße an Frau Professor Witzer aus Berlin.

00:26:55: Sie hat erst mal so einen dreihundertsechzig Grad Feedback von Kollegen Geschäftspartnern eingeholt.

00:27:00: Hat die quasi ohne mich befragt wie die mich so wahrnehmen wo sie meine Stärken entsprechen sieht?

00:27:05: Ich fand es ja.

00:27:06: Und hab mir das denn vorgehalten?

00:27:07: Ja, das war schon tough muss man sagen.

00:27:10: Wieso

00:27:11: stand da dann?

00:27:12: Na ja, teilweise schon, dass ich manchmal so die Anlagen habe zum People-Pleasing

00:27:17: z.B.,

00:27:18: also ich möchte halt den Leuten irgendwo gefallen.

00:27:20: und dann kommt es wieder in dieses Thema, dass man wieder Konflikten aus dem Weg geht z. B. Und gerade wenn man wie ich bin gerade im go to market Bereich ... Unterwegs mit Vertrieblern, die verkaufen wollen und über ein Bonussystem streiten.

00:27:35: Da hast du ständig Konflikte, den kannst du nicht aus dem Weg gehen.

00:27:37: Wenn du die nicht ansprichst, nicht ausräumst, dann bist du lobst.

00:27:41: Und das mal über sich selber zu erfahren war extrem hilfreich.

00:27:43: Aber hat man um paar Wochen gebraucht, um das erst einmal zu verdauen?

00:27:48: Ja, also Feedback total wichtig.

00:27:50: Aber auch im Positiven hab ich immer wieder dieses ... wirklich Wertschätzung zu zeigen und auch zu sagen so wie geil hast du das denn jetzt bitte gemacht?

00:27:57: Das ist ja mega cool!

00:27:59: Das fällt mir zum Glück nicht so schwer weil ich eine extrem begeisterungsfähige Person bin.

00:28:03: Aber ich sag schon auch wenn es nicht gut finde.

00:28:07: Also ich mach glaube ich beides sehr viel.

00:28:11: Ich glaub die Leute wissen bei mir woran sie sind Und das halte ich tatsächlich auf den richtigen Weg.

00:28:18: Transparenz auf allen Ebenen, sowohl im Geschäftsmodell als auch im Miteinander.

00:28:21: Das ist schon mein Thema.

00:28:23: Ja, gerade das Loben, wie du sagst nicht zu viel aber auch nicht so wenig und ich komme aus einem Elternhaus da haben wir was Mantra nicht kritisiert, das Lob genug.

00:28:31: Das natürlich schon leidtoxisch irgendwo am Ende des Tages dann.

00:28:34: Okay, muss man erst mal wieder rauskommen aus dem Klaubenssatz.

00:28:37: Ja.

00:28:38: Apropos Toxizität.

00:28:39: Wir sind erweitert in diesen ... E-Commerce hype nachher gekommen mit den Lockdowns, als Investoren kamen und gesagt haben hier wollte ich nicht X Millionen Euro haben von uns.

00:28:48: Und die Nachfrage ja, sag mal wie man jetzt im Nachgang weiß, weil hintererst immer schlauer der Nachfrageanstieg nicht in allen Branchen so nachhaltig war.

00:28:57: Ihr habt dann quasi in der Phase ... Und ich war da auch nah dran, diesen Plattformaufkäufern seid ihr an den Investor gekommen der eine große Vision hatte.

00:29:06: Der gesagt dann kommt doch hier unser Dach und wir bauen ja was ganz Großes auf.

00:29:11: Magst du vielleicht ein bisschen über diese Geschichte erzählen?

00:29:13: Weil die ging ja nicht so aus wie es euch alle erhofft habt.

00:29:17: Ja also... Wir standen ja da wirklich gut da, so Corona war gerade hinter uns.

00:29:23: Wir waren in vielen Städten aktiv, großes Team und hatten einfach auch schon eine starke Expertise aufgebaut in dem ja so relevanten Markt zu der Zeit und hatten aber immer wieder so den Gedanken wir müssen eigentlich jetzt schon den nächsten wirklich großen Schritt gehen was das Fundraising betrifft weil der Markt einfach so ein Kämpfe ist grade in Deutschland und um da braucht man so viel Finanzierungsvolumen.

00:29:48: Deswegen sind wir dann auf Kräuferakquisition gegangen.

00:29:52: Habt

00:29:53: ihr, wenn ich kurz einhaken darf ... das irgendwie wahrgenommen oder wart ihr da?

00:29:58: Ja, total.

00:29:59: Total.

00:29:59: Mit denen hatten wir auch Austausch mehr so... Das war alles ein Klüngel!

00:30:05: Und ja, waren natürlich auch spannend für uns zu beobachten und wir haben da auch ständig analysiert.

00:30:10: Das sind die jetzt im Sortiment und die fingen dann auch teilweise an, paar regionale Produzenten umzubauen auf ganz kleiner Flamme.

00:30:17: Aber eine Zeit für Brot aus Hamburg war plötzlich bei Gorillas und so.

00:30:23: Was macht das mit einem persönlich?

00:30:24: Wenn man sieht, da gibt es einen Player am Markt der brennt jeden monat x milion euro.

00:30:27: marketing macht das was mit einem bleibt man da ruhig fokussiert.

00:30:31: Naja also das war ja das schöne dass wir halt, äh das wir halt da schon den echt etwas voraus waren und das, dass wir operativ profitabel waren im Geschäftsmodell.

00:30:41: Ähm wir haben uns einfach immer gefragt hau ne?

00:30:44: Also wie soll das denn... langfristig nachhaltig sein.

00:30:47: Aber

00:30:49: das war die Zeit, wo ja Wachstum über alles ging.

00:30:51: Das heißt, wenn man gesagt hat, ich bin profitabel wurde mal eher so ein bisschen belächelt.

00:30:54: Da hieß es, was du wächst nicht?

00:30:56: Hundert Prozent Obermanns...

00:30:58: Wir sind ja nicht gewachsen!

00:31:01: Ja, es ist einfach klar.

00:31:03: Das ist halt jetzt ein Fundraising-Game.

00:31:05: Wer kriegt am meisten Geld ums dann ins Marketing zu stecken?

00:31:09: Um so viel Masse zu generieren dass man irgendwann in ganz weiterer Zukunft vielleicht profitabel wird wenn man Glück hat.

00:31:18: und das war nichts wo wir Bock hatten groß mitzuspielen.

00:31:23: Was wir aber natürlich spannend fanden zu beobachten, keine Frage.

00:31:26: Und es kam uns ja auch zur Gute, weil wie gesagt, wir kommen ja daher, das ist kein Mensch irgendwie weiß ... was sind denn eigentlich Online-Lebensmittel?

00:31:32: Das hat's natürlich befeuert!

00:31:33: Wir wurden in den Artikeln immer mitgenannt hier und das sind die Online Lebensmittel jetzt im Kommen.

00:31:40: Hier ist ja ein frischer Post, da ist er auch noch da.

00:31:43: Das hatte uns alles was gebracht so und war spannend zu überwarten.

00:31:47: Ja, dann haben wir mit verschiedenen potenziellen Käufern gesprochen.

00:31:52: zu von dem du grad gesprochen hast, der Footprint Club.

00:31:56: Die Idee hatte hey wir machen einen Dach und darunter kommen ganz viele Impact-Unternehmen.

00:32:02: Und wir schaffen Synergien im Overhead in Logistik.

00:32:07: Wir machen vor allen Dingen Fundraising für die gesamte Gruppe.

00:32:12: Dann können wir gemeinsam viel größer werden und wachsen.

00:32:15: Vor allen Dingen können die einzelnen Marken auch unabhängig voneinander bleiben.

00:32:19: Und das fanden wir sehr cool, weil viele Angebote, die wir hatten, hätte auch bedeutet, dass wir ein Teil unserer DNA abgeben müssen oder vielleicht auch ein Teil unseres Geschäftsmodells.

00:32:29: Deswegen haben wir uns dafür entschieden als Gesellschaft da und wurden dann auch von dem Foodbin Club gekauft.

00:32:34: Es wurde auch von der Presse begleitet.

00:32:37: Dann kam es aber tatsächlich dazu, dass dieser Plan nicht aufgegangen ist und das Geld nicht da war.

00:32:43: Und das heißt, wir waren nicht mehr Eigentümer der frische Post.

00:32:50: Somit hätte es für uns auch keinen Sinn mehr gemacht, obwohl wir einen sehr guten Gesellschaftagreis hatten da selber jetzt zu investieren und dementsprechend mussten wir den Umweg über die Insolvenz gehen um die Eigentümerschaft zu klären.

00:33:03: dann war quasi der Eigentömer ja kurz für so eine Woche der Insolventverwalter Und dann hatten wir auch direkt zwei Angebote vorliegen und wurden dann innerhalb von einer Woche der Flaschenpost, mit der wir auch Forschung gesprochen hatten gekauft.

00:33:19: Also die Assets und der Großteil des Managementteams ist zu der Flasion Post gegangen und da habe ich das Thema Regionalität aufgebaut.

00:33:29: Die Flation Post war super fit für uns gewesen muss man sagen weil ... dass das Unternehmen ja super dezentral aufgestellt ist, mit Abstand die meisten Standorte in ganz Deutschland.

00:33:39: Allein hier in Hamburg sind es zwei, also insgesamt im Dreißigen ganz Deutschland und das ist für die Regionalität total wichtig.

00:33:47: Und dann habe ich das da aufgebaut, die Regionalitäten und hab dann zuletzt noch das Thema Kühltäcke und Trügerie verantwortet Und ... ja, dann darüber, dass ich selber auch Mutter geworden bin in den ganzen Jahren.

00:34:03: Also, ich hab zwei Kinder und das Drogeriethema auch sehr stark mir angeguckt habe, fand natürlich dann auch das Thema Babynahrung.

00:34:11: Was man da so mit Transparenz vielleicht schaffen kann.

00:34:14: Ja?

00:34:15: Sehr spannend!

00:34:16: Aber da bist du quasi erst oder das hast du quasi ersten angenommen nachdem du dir eine Arztherbettik genommen hast, ne?

00:34:22: Also erstmal Energie getankt hast... Ja

00:34:23: genau, ja.

00:34:24: Ich war also Zwischen, ich hab Regionalität aufgebaut und hatte die Verantwortung für Kühltäcke.

00:34:30: Bei der Flaschenpost bin ich ein Jahr mit meiner Familie durch Europa gereist.

00:34:35: Der Elternzeit vom zweiten Kind quasi.

00:34:38: Wie du so schon sagst, haben wir das in Energie aufgetankt.

00:34:41: Und einfach die Zeit mit der Familie genossen, weil gerade bei meiner ersten Tochter habe ich ja voll Zeit gearbeitet.

00:34:48: Mein Mann war eine Elternzeit.

00:34:50: Da haben wir auch gesagt ... Wir wollen schon auch mal ein bisschen mehr Zeit noch mit den Kindern haben, auch gemeinsam.

00:34:56: Und das haben wir uns dann genommen auf die Weise...

00:34:58: Jetzt will ich nochmal kurz in diese Transformationsphase eingehen, weil du bist ja quasi von der Grunderin CEO, da bist du ins Management eines Markbegleiters gewechselt, der in Hamburg hier immer noch irrepresent ist.

00:35:10: Was macht das denn einem persönlich?

00:35:12: Macht das irgendwas mit einem?

00:35:15: Also, das ist schon eine riesige Umstellung für mich.

00:35:17: Klar!

00:35:18: Auf der einen Seite halt cool weil die Dimensionen halt dann doch deutlich anders waren und somit auch der Impact groß war von dem was ich machen konnte Und ich auch wirklich überzeugt war und bin Von dem Fit und vom Impact den ich da mit frischer Postage leistet werden konnte.

00:35:35: Auch das Team-Teilklasse super jung alle super smart Ich glaube auch total an.

00:35:41: die Flaschenpost würde auch sagen ist der stärkste Player am Markt in dem Bereich, also dieser Ansatz wirklich auf mitgetränken zu starten.

00:35:51: Die Getränkekiste als Fund, präsent beim Kunden stehen zu haben und man bestellt automatisch nach.

00:35:57: Und dann kommen wir jetzt halt mittlerweile ... Wir sind ja auch ein Riesen-Online-Supermarkt geworden.

00:36:03: der Zeit, wo ich da war.

00:36:04: Aber auch schon vorher mit Corona natürlich.

00:36:07: Das war schon cool.

00:36:09: aber klar, ich bin davor die Jahre, das war mein erster Job, die frische Post.

00:36:16: war ich natürlich, dass Unternehmer da sein gewohnt und Entscheidungen selber treffen zu können.

00:36:20: Alles selber in der Hand haben zu können ... Und das waren schon eine Riesenumstellung.

00:36:26: Wenn ich ehrlich bin, war mir klar, dass jetzt eher ne kleine Epoche von meinem Leben sein wird

00:36:32: nicht

00:36:33: langfristig.

00:36:34: Dass es nicht langfristig sein wird, das wusste ich schon.

00:36:38: Dass ich irgendwann wieder gründen werde, das war schon klar.

00:36:42: Dann hast du diese Auszeit genommen, hast zwei Kinder bekommen und hast neugegründet.

00:36:46: Ich mein Grund ist ja immer eine irre Energieleistung.

00:36:50: Habt ihr das in der Familie vorab diskutiert?

00:36:53: Was ist das auch für euch als Familie bedeutet?

00:36:55: Also erstmal muss ich dich korrigieren, ich hab's nicht selbst gegründet.

00:36:58: Ich bin das Unternehmen eingestiegen als Co-Geschäftsführerin zusammen mit dem David Rao.

00:37:03: Das ist ein Unternehmen was schon zehn Jahre alt ist, Löwenzahn Organics.

00:37:07: Fokus auf Babynahrung die ersten tausend Tage halt von... von Befruchtung bis zum zweiten Lebensjahr, weil eben das die sensible Zeit ist in der Ernährung eine ganz wichtige Rolle spielt.

00:37:20: Und schon immer ist es so, dass Wissenschaftlichkeit und Bio total steckenpferd der Marke ist.

00:37:27: Ich wurde von einem Impact-Visit hier aus Hamburg, Oster Bay heißen sie gefragt, ob ich da nicht einsteigen will?

00:37:35: Weil das Unternehmen jetzt an dem Punkt stand ... wo wir jetzt wachsen wollen, wo viele Themen angegangen werden müssen.

00:37:43: Internationalisierung der Online-Shop, der besteht aber, der Verbesserungsfake ist und so weiter.

00:37:51: Also ganz viele Themen, die da jetzt angegangen sind.

00:37:55: Dafür wurde ich gefragt und hab sofort gespürt das es auf jeden Fall ein Thema ist, dass mich packt, weil ... herausforderndes, aber sensibles Thema ist.

00:38:09: Also Säuglings- und Babynahrung ... Und Transparenz war ja schon immer etwas, was mich total beschäftigt hat.

00:38:16: Ja, dann ging das eigentlich relativ schnell, dass ich da jetzt eingestiegen bin als Gesellschaft darin auch.

00:38:22: Was würdest du sagen?

00:38:23: Was ist ähnlich, wenn es mit frischen Forst vergleicht?

00:38:27: Und was ist halt grundlegend anders zum einen in diesem Markt, aber auch für dich jetzt, sag ich mal, als Kursio?

00:38:33: Also, es ist alles viel leichter jetzt.

00:38:35: Kann ich schon mal sagen?

00:38:37: Ja, weil ... Es ist schon

00:38:39: was

00:38:39: anderes ein Unternehmen zu führen, wo du von Fundraising abhängig bist und wo du dir alles ganz hart von Null halt auf erarbeiten musst und auch aufbauen musst aus dem Nichts versus du steigst im Unternehmen ein, wo schon eine ganz tolle Basis da ist, eine tolle Marke, super tolles Produkt In Anführungszeichen nur optimierst und halt irgendwie schaust du das Unternehmen jetzt auf die nächste Ebene bringt in Wachstum.

00:39:07: Und du siehst sofort, ich bin auch ein Mensch, ich sehe überall so Optimierungspotenzial und ich liebe es halt Dinge zu optimieren.

00:39:15: Deswegen muss ich schon sagen ist es tatsächlich deutlich einfacher so und deutlich ... deutlich schneller halt auch umzusetzen, was mir da jetzt in meinem Kopf schwebt.

00:39:24: Ich hab ja eben schon erzählt ich bin nicht so der geduldigste Mensch das heißt es spielt mich schon ein bisschen in die Karten und ansonsten ist natürlich ein ganz anderes Geschäftsmodell.

00:39:31: wir produzieren jetzt.

00:39:33: vorher waren wir halt eine Dienstleistung haben eingekauft und verkauft also ein Händler und auch total spannend mal nicht derjenige zu sein, also gegen Ende haben wir auch viele dann immer bei uns angeklopft.

00:39:48: So nachhaltige Brands und dann so weil wir eben ja auch Non-Food Sachen... Also nicht non food, nicht frische Sachen auch gehabt die da mit uns ange klopft haben.

00:39:57: Und jetzt ist es eher so dass wir halt im Handel präsent sind also vorzugsweise in der Drogerie und halt so die andere Seite.

00:40:07: halt einnehmen ist auch ganz spannend

00:40:10: Ja.

00:40:10: Und jetzt hast du gesagt, ähm ... Du hast schon viele low-hanging fruits gesehen so mit deiner e-commerce Brille, ne?

00:40:15: Sei es ein Webshop oder sei's vielleicht das man so habt ihr glaub ich auch schon so Abos einführt.

00:40:20: was ja auch glaube ich gerade bei Produkten spricht glaub ich eine entsprechende Kunst ist dass die Leute wirklich einen Produkt Abo abschließen.

00:40:26: Das ist sicherlich das wo du den Mehrwert mit bringst.

00:40:29: was würdest sagen größte Herausforderung diesem Markt, wo sich ja so Riesen wie Nestlé tummeln oder so alte Player wie Hip.

00:40:36: Was ist da die Challenge?

00:40:37: Wie tickt dieser Markt und atmet der?

00:40:40: Ja also die riesen Herausforderungen vor allem ist er dass du relativ wenig kommunizieren darfst.

00:40:46: Warum?

00:40:46: Weil der sehr stark reguliert ist, dass du ... Also es gibt ja ein Werbeverbot für Pränarungen.

00:40:51: Das

00:40:51: wusste ich gar nicht.

00:40:52: Ja,

00:40:53: weil das Stillen mit Geschützt ist auch wichtig so.

00:40:56: Man sollte stillen, ich bin ein Riesenstil-Fan, aber selber gestillt und deswegen ist das ganz stark reglementiert, dass bei pränarung eigentlich gar keine Werbung machen darf.

00:41:05: Wenn überhaupt nur für Vollgemälch.

00:41:07: Und da ist ganz viel verboten was du sagen darfst.

00:41:10: Wie gesagt, auch total wichtig.

00:41:12: Aber an manchen Stellen ist es natürlich auch schwierig dem Kunden zu vermitteln was sind dann eigentlich die relevanten wichtigen Sachen auf die du achten musst und Aufklärung zu schaffen in einem Bereich über den du gar nicht so richtig viel reden darfst?

00:41:26: das ist natürlich etwas was eine Herausforderung ist.

00:41:28: ja genau gerade wenn du ein Produkt hast was sich stark differenziert und was auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basiert, und einfach extrem fortschrittlich ist.

00:41:38: Und auch teilweise sehr einzigartig.

00:41:39: Dann musst du das ja irgendwie kommunizieren dem Kunden.

00:41:43: Es wird interessant auch diese Einfluss, die jetzt da KI hat, weil natürlich jetzt auch viele Eltern dann einfach die KI fragen können, was halt vorher nicht ging so einfach?

00:41:53: So schnell das rauszufinden... Aber ja, das ist glaub ich ein großes Thema.

00:41:58: Der Markt ist zumindest hier in Deutschland stark dominiert durch die Drogerie.

00:42:04: Also gerade bei Milch-Nahrung, Söckungsnahrung ... Das Marktes findet in der Drogeriestadt.

00:42:10: D.h.,

00:42:12: der Einkäufer von Rossmann und von DM und von Buttni und Müller, also die vier entscheiden dann was da im Regal steht.

00:42:21: Und dass es halt natürlich jetzt ... Thema freier Markt, irgendwie schwierige Voraussetzungen als jetzt vielleicht bei anderen Produkten.

00:42:31: Deswegen ist aber auch unser Online-Shop so wichtig, weil wir dann natürlich einen eigenen Vertriebskanal uns über viele Jahre aufgebaut haben, über den wir auch Produkte spielen können, die vielleicht gerade mit denen wir experimentieren, die wir neu auf Markt bringen können und die wir auch verkaufen können ohne halt diese Abhängigkeit von Neuroderie zu haben.

00:42:47: Ich

00:42:49: verstehe und das ist wahrscheinlich auch ein Grund, warum ihr dann wahrscheinlich auch über PR geht.

00:42:53: Und nicht unmittelbar quasi über dieses klassische Markt.

00:42:55: Genau.

00:42:55: Das finde ich aber spannend was du sagst.

00:42:57: Über

00:42:58: unsere Marke.

00:42:59: Also wir kommunizieren halt super enttabuisierend und transparent mit unseren Kunden also sprechen auch so Themen an wie ja Dammriss nach der Geburt und schaffen halt einen Raum also der Sicherheit und der Aufgehobenheit und Ehrlichkeit auch so und sprechen über viele Themen, die vielleicht gar nicht direkt was mit unseren Produkten zu tun haben oder vielleicht auch nur indirekt.

00:43:26: Und das ist halt glaube ich etwas, was auch total wichtig ist jetzt für den Aufbau von ... Oder für das weitere Wachstum von Löwenzahn?

00:43:33: Ja, verstehe!

00:43:35: Das war wahrscheinlich der Grund, wenn ich so nachdenke und an Babynahrung Werbung denke, fällt mir eigentlich nichts ein bis auf hier Hip Senior und Hip Junior, die einfach nur mit ihren Namen werben.

00:43:44: Das ist wahrscheinlich so eine gewisse Grauzone was sie da machen wo sich einfach vor die Kamera stellen, sich persönlich vorstellen aber gar nicht auf das Produkt

00:43:50: zu angehen.

00:43:50: Ja ja gut für Kläschen kannst du jetzt in dem Sinne wieder... das ist ja nicht die Prä-Nahrung!

00:43:55: Da gibt es auch wieder ganz viele Regimentierungen, aber nicht so stark wie bei der Pränahrung.

00:44:00: Aber ja es ist auf jeden Fall eine große Herausforderung da zu werben.

00:44:06: Das heißt, in dem Bereich gibt's auch keinen Influencer-Marketing.

00:44:08: Da stelle ich mir eigentlich ganz... Nicht

00:44:10: für Pränauen!

00:44:11: Auch nicht?

00:44:11: Okay.

00:44:12: Also kann sich keiner hinstellen und sagen, ich hab eine tolle Pränauung.

00:44:16: Weil ist ja auch richtig!

00:44:18: Man soll das jetzt nicht glorifizieren.

00:44:21: So sehe ich es ... Die Milchnachung, die wir auf den Markt bringen, ist das Bestmögliche, was wir zum derzeitigen Stand der Wissenschaft auf dem Markt bringen können.

00:44:30: Es ist wichtig, dass es gibt, weil nicht jede Frau stillen kann oder möchte, weil die Umständen es nicht hergeben.

00:44:37: Und vor dem Hintergrund muss es halt ... Es ist total wichtig, da so gute Produkte auf den Markt zu bringen.

00:44:42: Aber es ist trotzdem immer noch das Beste fürs Kind zu stillen!

00:44:46: Und deswegen bin ich überhaupt nicht gegen Stellen, sondern ich bin fürstellen.

00:44:49: Aber es sollte für jeden Einzelnen die bestmögliche Option geben den Alltag zu stemmen oder halt auch biologisch bedingt das Kind zu ernähren und dafür braucht's halt gewisse Produktvoraussetzungen.

00:45:01: Ja verstehe und da nehmt ihr wahrscheinlich diesen Druck raus weil wir haben vier Kids und ich glaube das Erste was man dann so wenn das Kind auf der Welt ist kommt dann so die OP-Schwester und drückt erst mal der Mutter das Kind in den Arm, sagt sie hier still mal.

00:45:16: Zumindest war es früher so.

00:45:17: Ich glaube mittlerweile ist da etwas entspannter.

00:45:21: Ja, also es ist auch ein gesellschaftlicher Debatte.

00:45:23: Also so Thema Gleichberechtigung unter Mann und Frau ja?

00:45:28: Die Kehrarbeit die der Mann übernimmt.

00:45:31: bei uns war's ja auch so.

00:45:31: mein Mann hat die Elternzeit genommen bei unserer Tochter.

00:45:34: natürlich war ich nicht immer da.

00:45:35: dann mussten wir irgendwie anders das Kind ernähren und dadurch konnte meinen Mann aber dann auch eine ganz andere Bindung mit unserem Kind aufbauen.

00:45:43: unabhängig von mir sein.

00:45:45: jetzt muss man halt für sich abwägen und jeder musste seinen eigenen Weg finden Und ich find's halt enorm spannend, in einem Produkt zu entwickeln.

00:45:56: Also die Milchnahe ist ja unser Hauptprodukt, wir haben auch andere Produkte.

00:45:58: aber gerade dieses Produkt finde ich so spannend weil es irgendwie gefühlt die Basis vom Leben ist.

00:46:04: Das ist das Erste was der Mensch zu sich nimmt und diese ersten tausend Tage sind so wichtig oder diese Anfangszeit nach der Geburt so elementar für die Darmgesundheit fürs Immunsystem, für die Gehirnentwicklung, für dir Seekraft.

00:46:19: Unfassbar wichtige Themen und dafür finde ich es einfach total Wahnsinn, wie wenig man aufgeklärt ist.

00:46:27: Ich glaube schon viele in meinem... Bekannte und Freundeskreis haben irgendwie auch mal Prämilch benutzt oder vielleicht ausschließlich Prämmilch benutzen.

00:46:34: Oder Vollgemilch, aber ich glaube die Wenigsten können jetzt groß sagen welche Inhaltsstoffe da besonders relevant sind was der Unterschied zwischen Präon-Vollgemilch ist sollte man nach dem ersten Lebensjahr Kuhmilch dem Kind geben oder weiterhin Vollgemelch usw.

00:46:50: Und wenn man sich vor dieses Regal stellt im DM dann ist man ja komplett überfordert mit den ganzen Zusatzstoffen aufstehen, also als Kunde bist du ja wirklich da overloadet.

00:47:01: Das finde ich eine schöne Mission zu sagen.

00:47:03: so wir wollen halt diese Transparenzenaufklärung schaffen und dann wirklich ein Produkt auf den Markt bringen was einzigartig ist.

00:47:10: das beste mögliche ist auf Basis von Wissenschaft und es haben wir schon geschafft mit der Vollmilch.

00:47:15: also derzeit haben wir einen Produkt die Pre- und Vollgemilch auf Vollmilchbasis.

00:47:23: Und das halt eben wissenschaftlich basiert.

00:47:25: auch das Bestmögliche, was du machen kannst nicht auf Magermilch zu arbeiten sondern auf Vollmilchbasism.

00:47:29: Da sind wir halt die einzigen in Deutschland gerade, die das machen.

00:47:33: Würdest du sagen wenn du mal den Markt von oben betrachtest ist der fair?

00:47:37: Also fair in dem Sinne.

00:47:38: ich gebe dir mal ein Beispiel.

00:47:39: Ich hatte einer der letzten Folgen hatte ich den Markt aus.

00:47:43: der Gründer von Dino da bringt unmittelbar ohne in welche Agenturen private Rentenversicherung an Arbeitnehmer.

00:47:49: Und spart den mehrere hunderttausend Euro, sag ich mal, an Rentenvolumen weil die nicht diese ganzen Versicherungsvermittler abkassieren.

00:47:56: Da sagt er, da ist der Markt halt wahnsinnig unfair aus dieser Sicht, weil die Agenturen noch diesen Markt dominieren und auch aus ihrer Poolposition da keine anderen ... Anbieter zulassen.

00:48:07: Würdest du sagen, dieser Markt für Bibinaren?

00:48:09: Der für mich auch irgendwo ... Ich kann den gar nicht greifen muss ich gestehen.

00:48:12: Also ich hab irgendwann einfach auch Gläschen gekauft und meine Kinder mit großgezogen in dem Sinne aber die mag gar nicht so wahrgenommen da war irgendwie da und es wirkte alles mal so ponnihofartig.

00:48:25: ist der fair?

00:48:26: oder

00:48:27: Ja, also aufgrund der Bedingungen die ich eben gesagt habe.

00:48:31: Also starke Dominierung von den Drogeriefachmärkten einfach sehr große Multinationale auch eher nicht Bio-Unternehmen die da dem Markt dominieren ist natürlich schon schwierig mit den Marken aufzunehmen weil es einfach ... Die

00:48:49: haben ja kein Interesse daran diese Aufklärungsarbeit die ihr gerade leistet irgendwie zu unterstützen oder?

00:48:56: Das ist zumindest nicht das, was sie auch tun.

00:49:01: Da ruhen Sie sich wahrscheinlich ein bisschen auf Ihre Stellung aus.

00:49:06: Nehm ich nicht so wahr, dass in dem Bereich viel gemacht wird von denen.

00:49:10: Ja.

00:49:11: Jetzt bist du zweifache Mutter und ... wie muss ich mir so einen Tag vorstellen?

00:49:16: Entweder morgens oder ... Ich hab mal Tage, ich weiß der Tag wird super stressig.

00:49:21: Und dann habe ich noch die Kleinen in den Kindergarten fahren.

00:49:25: Der Kleine geht an die Decke weil plötzlich seinen Lieblingsschuh nicht auffindbar ist.

00:49:29: Jetzt komm ich zu spät zum Meeting und ich komm super gestresst an.

00:49:33: Hast du Phasen... Die Frage ist, wie fängst du dich in diesen Phasern wieder ein Dein Stress nicht an deine Kinder weitergibt, weil?

00:49:41: das wäre für mich so absolut fatal.

00:49:44: Hast du dieses regelmäßige Dilemma oder bist du da viel entspannter?

00:49:47: Ja,

00:49:47: also glücklicherweise habe ich irgendwie diese Gabe, dass ich tatsächlich relativ gut mit Stress und Druck umgehen kann.

00:49:53: Also ich frage mich auch immer ob das ... Weil mein Papa ist ja auch Unternehmer, wir hatten immer ein Familienunternehmen im Frostbereich Und der ist auch immer nach Hause gekommen.

00:50:03: Du hast nichts mitbekommen davon und es ist wahrscheinlich eine Kombination aus AR hat's mir so vorgelebt.

00:50:09: Und B ist es auch irgendwie in meinen Gehenden drin, dass ich das tatsächlich irgendwie auch kann.

00:50:14: Also ich komm nach Hause und freu mich einfach nur, dass sich meine Kinder sehen und schaff das extrem gut abzuschalten.

00:50:20: Mir manchmal machen sich gerne meine Freunde drüber lustig ... Ich kann einfach wahnsinnig gut abschalten generell.

00:50:26: Ja?

00:50:27: Ich bin dann auch gerne mal gedanklich irgendwo ganz anders und ein bisschen verträumt.

00:50:33: Es ist wahrscheinlich alles so ein bisschen... ist wahrscheinlich einfach irgendwie so ein bisschen, dass ich das aus irgendwelchen Gründen kann.

00:50:40: Also zum Glück.

00:50:42: Und sprichst du zu Hause auch über deine Arbeit?

00:50:47: Über das Unternehmen oder ist das eher ... Hast du da irgendwo so einen Trainer für dich?

00:50:51: Ja,

00:50:51: also auf jeden Fall.

00:50:53: Weil es ja auch mal eine Leidenschaft ist und Themen die mich beschäftigen.

00:50:57: Also ich rede super gerne drüber.

00:51:00: Aber halt nur mit meinem Mann, weil meine Kinder sind zweiundvier, also mit denen kann ich jetzt ... Also Juli findet den Löwen süß bei der Löwenzahn aber mehr kann ich da als auch noch nicht so mit ihr besprechen.

00:51:11: Aber sie hat tatsächlich auch die Milchnahrung damals früher bekommen, aber da erinnert sich nicht mehr daran.

00:51:17: Ja, genau.

00:51:17: Nee, aber an sich auch mit meinen Freunden in meiner Familie tausche mich gerne darüber aus.

00:51:21: Das ist nicht so.

00:51:22: das Thema ... Also es muss jetzt nicht so schreulklappe.

00:51:25: Hier ist mein Job und da ist mein Privatleben.

00:51:27: Aber ich schaff's halt irgendwie, mich nicht von nervigen Themen runterziehen zu lassen oder dass mich das dann die ganze Zeit belastet und beschäftigt.

00:51:35: Das eigentlich sehr selten so.

00:51:37: Schon immer?

00:51:38: Oder hat's über die Jahre erst schon

00:51:39: gegeben.

00:51:39: Ja, ist eigentlich schon immer so ... Aber es ist auf jeden Fall noch besser geworden.

00:51:44: Weil man irgendwann auch lernt, okay, das ist jetzt kein Beinbruch.

00:51:49: Wenn das und das passiert, das kriegt man halt irgendwie gelöst.

00:51:53: Also am Anfang von Frischebos war es bestimmt auch ein bisschen anders.

00:51:55: Es war schon immer, dass ichs gut konnte.

00:51:58: Du hast ja jetzt wahnsinnig spannende Unternehmerungründerinnen- und CEO-Karriere hinter dir.

00:52:04: Gibst du am Schluss so ... ... die eine Sache, wo du sagen würdest so das war mein wichtigstes Learning über die letzten Jahre.

00:52:11: Die auch gerne teilen möchtest?

00:52:14: Ich fange mal an weil da ist immer so Fies und man so eine wahnsinnig komplexe Frage irgendwie so stellt... Und ich habe natürlich auch schon Gedanken gemacht.

00:52:20: bei mir war es in der Tat dass sich irgendwann vor ein paar Jahren einen Punkt kommen wo ich merkte, ähm.. Dass ich ... sag ich mal auch irgendwo mal externe Unterstützung brauchen.

00:52:28: Also ein Mentor oder so'n Coach gibt's ja viele Wege, sagen wir mal einen externen Sparring zu holen und das hat mir in den letzten zweiter Jahre sehr geholfen.

00:52:37: Ich hab zwar auch mal regelmäßig mit meinen Mitgründern gesprochen... aber es gibt so Themen und vielleicht ticken da Männer anders als Frauen über die spricht man nicht so.

00:52:46: Und da hat mir sage ich mal so'nen Coaching extrem viel geholpen um auch so'nn paar Glaubenssätze aufzubrechen und das ist der Punkt wo ich sage dass hätte ich viel früher machen müssen.

00:52:55: Also meine wichtigste Erkenntnis.

00:52:56: Gibt's da was bei dir?

00:52:57: Ja, ich glaub ... Meine wichtigste Kenntnis war eigentlich immer wieder, dass wenn mein Bauchgefühl irgendwas gesagt hat, dann ist das meistens schon das Richtige.

00:53:06: und es gab natürlich schon Situationen, wo ich mich dann hab überzeugen lassen oder immer wieder gesagt hat so hm-aber hm und dann nee aber das macht schon Sinn weil hm hm.

00:53:15: Und es war oft tatsächlich so, dass das Bauch Gefühl einfach recht hatte vielleicht noch nicht so.

00:53:23: diese Erfahrung hatte dann zu wissen, okay nee irgendwas stimmt da nicht.

00:53:27: Immer passt da nicht und da kannst du noch so Brogenkontra-Listen usw.

00:53:31: machen ist es dann auch meistens nicht das Richtige.

00:53:34: Das ist ein wunderbares Schlichtwort.

00:53:36: insofern Eva vielen Dank.

00:53:37: also hört auf euren Bauch.

00:53:38: Genau!

00:53:41: Danke dir!

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