Vom Arzt zum Unternehmer: Dr. Sievert Weiss über das Gründer-Mindset hinter AMBOSS

Shownotes

Wie baut man ein Health-Tech-Unternehmen auf, das heute über eine Million Mediziner:innen weltweit unterstützt?. Dr. Sievert Weiss, Mitgründer und Medical Director von AMBOSS, gibt Einblicke in die Transformation des Gesundheitswesens. Im Gespräch mit Roger Gothmann geht es um die Herausforderungen in hochregulierten Märkten, den Einsatz von künstlicher Intelligenz am Point of Care und den mutigen Schritt aus der Klinik in die Startup-Welt.

Die Highlights der Folge:

  • Entscheidungsunterstützung am Point of Care: Wie AMBOSS als digitaler Begleiter Ärzt:innen dabei hilft, in Sekundenschnelle fundierte klinische Entscheidungen zu treffen und medizinisches Wissen anwendbar zu machen.

  • KI als Enabler, nicht als Ersatz: Warum künstliche Intelligenz das klassische Rollenbild des „Halbgottes in Weiß“ korrigiert und Ärzt:innen durch valide Daten im klinischen Alltag mächtiger macht.

  • Gründer-Mindset in der Nische: Warum es mehr Expert:innen braucht, die aus ihren Fachbereichen heraus gründen, und wie AMBOSS den „Schnellboot-Ansatz“ für die Expansion in den Pflegemarkt nutzt.

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00:00:00: leisten ganz klar Entscheidungsunterstützung.

00:00:02: Und ziemlich schnell.

00:00:04: in Deutschland nutzt jeder vierte bis dritte Arzt Ambos aktiv, um genau das zu tun!

00:00:10: Wir befinden uns wie du gesagt hast im hoch regulierten Markt und es ist nicht so leicht einfach so effizient steigende Maßnahmen einzuführen.

00:00:42: Wie man ein Attack aufbaut, das heute über eine Million Medizinerin weltweit unterstützt.

00:00:46: Das mit über zweihundertvierzig Millionen Euro eingesammelt zu dem am besten finanzierten HealthTech-Unternehmen Deutschlands gehört.

00:00:53: Warum Medizin weniger von Antworten als von Fragen lebt und wie Amboss für Ärztinnen zum digitalen Co-Piloten im KI Zeitalter wird?

00:01:01: Darüber spreche ich heute mit Dr.

00:01:02: der Medizin Siva Weiss, Mitgründer und Medical Director von Amboss.

00:01:06: Ich freue mich sehr, ihn heute im OMR Studio in Hamburg begrüßen zu dürfen!

00:01:10: Der Markt Dr.

00:01:12: Sievert Weiß, also Sievert.

00:01:15: Wir leben jeweils zwei Welten.

00:01:16: Du in der Welt der Ärzte, ich in der der Steuerberater und quasi der Halbgötter in Weiß.

00:01:22: Ich in der halben Götter ... Wie nennt man das?

00:01:26: Lurio-mäßig vielleicht Ash Grau.

00:01:28: Die große Frage ist mal die, die ich mir stelle.

00:01:30: Wie kann ich von außen als Laie einen guten Arzt identifizieren?

00:01:33: Ich werde gleich mal was sagen, wie man einen guten Steuerberat findet.

00:01:36: Aber wie finde ich eine Welt, die hat von dieser fachlichen, sag ich mal... und diesen fachlichen Spirit dominiert ist, wie finde ich da als Leie einen guten Experten?

00:01:45: Hast du vielleicht ein Tipp?

00:01:46: Du bist der Arzt.

00:01:47: Ja, ich glaube, als Lei ist es gar nicht so leicht das zu durchschauen von außen.

00:01:51: was zeichnet einen guten Arzt aus?

00:01:54: und da werden denke ich viele häufig eher oberflächliche Kriterien herangezogen Aus der Sicht des Patienten.

00:02:02: Ich bin irgendwie hab mich wohl gefühlt in der Praxis oder im Krankenhaus.

00:02:06: Das Essen war gut oder sowas in der Art.

00:02:09: Oder ich konnte mit dem Arzt auch reden, oder der Ärztin?

00:02:12: Ich glaube für den Patienten ist es nicht so leicht zu verstehen, wurde ich gut behandelt.

00:02:18: Habe ich auf Basis dessen was ich als Fall dargeboten habe?

00:02:24: wurden darauf basierend gute Entscheidungen getroffen und ist das Outcome das bestmögliche was aus dieser Situation für mich hätte entstehen können.

00:02:35: Da gleichen sich unsere Märkte, ja?

00:02:36: Es geht da immer irgendwo um Leben und Tod, also auch Steuern oder eben auch Gesundheit.

00:02:42: Aber hast du vielleicht so die eine Frage mit der ich rauskältzeln kann, ob ich meinem Arzt vertrauen kann?

00:02:48: Gibt es da irgendwie so ein, zwei Mechanismen für den Lein?

00:02:53: Ansonsten kann ich mal kurz aus meiner Welt sprechen und bringe da mal einen Begriff aus deiner Welt ein, was ich sagen kann ... bin ja mittlerweile seit gut zehn Jahren in dieser Welt so e-commerce steuern unterwegs.

00:03:03: Was ich mir wieder merke, du wirst als gestandener Unternehmer zu stich wahnsinnig schwer einen guten Steuerberater zu finden.

00:03:11: und was sich den Leuten mal mit an die Handgebe ist... Die Frage interessiert sich der Dude für euch da vorne.

00:03:15: Er ist hoch bezahlt, er hat eine Aura des Allwissens um sich herum gebaut.

00:03:21: Ein Steuerberat der Prüfung ist einer der schwersten Prüfungen Deutschland.

00:03:23: das ist gar keine Frage.

00:03:24: aber wie kann ich es leider erkennen?

00:03:26: Und meine Antwort ist relativ trivial Wenn sie lautet, interessiert er dich für dich.

00:03:30: Macht der sage ich mal eine Ananese?

00:03:32: Will der versuchen deinen Geschäftsmodell zu verstehen?

00:03:34: Stellt dir die die richtigen Fragen.

00:03:36: oder sagt er nur hier ist der Vertrag unterschreibt mal Stunden Satz vierhundert Euro und jagt mir bei jeden Monat deine Belege hoch.

00:03:43: Also wenn das der Fall ist will ich sagen suchte euch einen anderen sondern sucht euch wirklich ein Partner der verstehen will was du machst.

00:03:49: unternehmerisch und kann man das auf Ärzte übertragen?

00:03:52: Also das kann bestimmt eine Rolle spielen.

00:03:54: Ja, es ist bestimmt so wie du sagst dass jemand der sich gründlich mit einem Patienten beschäftigt bestimmt eher zum Erfolg kommen kann.

00:04:02: ja Das muss aber nicht unbedingt zu sein.

00:04:05: ich kann auch auf einem guten anemnese Gespräch immer noch schlechte Entscheidungen treffen und ein Ein tatsächlich einigermaßen verlässliches Kriterium, das ich heranziehen könnte als Patient wäre.

00:04:18: Wenn es um zum Beispiel operative Eingriffe geht oder andere Prozeduren ja die auch statistisch erfasst werden dass sich mir anschauen wie häufig operiert denn wird in diesem Haus diese OP gemacht.

00:04:29: und wenn das jetzt ein Endoprothetikzentrum ist und da jeden Tag in einem OP Saal zehn Hüften operiert werden was ziemlich viel werde aber dann können wir das wahrscheinlich Möglicherweise reden die gar nicht so viel mit mir, weil das ist ihr Brut und Butter-Geschäft.

00:04:45: Das machen sie jeden Tag inundauswendig.

00:04:48: Aber die Routine, die die dabei haben und die Erfahrungen, dass es eine sehr hohe und damit auch ein relativ verlässliches Qualitätskriterium.

00:04:58: Wenn du deinen Markt an sich betrachtest dieser Medizin markt hier in deutschland und weltweit dessen riesig unter ohne dass wir jetzt schon konkret über zahlen sprechen die seid ja das haben wir noch vertief auf dem besten weg zu einem unicorn oder sei vielleicht schon drüber.

00:05:12: das heißt also zahlmäßig ist da mark gewaltig.

00:05:14: aber was mich mehr interessiert es so.

00:05:16: Das, was man nicht in Zahlen gießen kann.

00:05:19: Wie tickt dieser Medizinmarkt an sich?

00:05:21: Ich gebe mal wieder ein Beispiel aus meiner Welt.

00:05:23: Steuern, das kann man gut vergleichen weil beide Märkte sind ja hochreguliert.

00:05:26: Du hast hohe Markt-Eintrittsbarrieren und jeder darf sich Arzt nennen oder Steuerberatern nennen.

00:05:32: Was ich halt von meiner Welt so wahrnehme ist ... Es gibt so eine gewisse Abmeigung gegen zu viel, wie nenne ich das am besten, Kommerz.

00:05:40: So ein klassischer Steuerberater sagt, na ja, ich bin nicht nur auf Effizienz getrimmt, ich ben auch irgendwie so einen Organ der Rechtspflege.

00:05:45: und die Leute, die zumbekommen, die erwarten erst mal dass sie sich gegen staatliche Eingriffe verteidigen und dann komm' ich mit meiner Text-Hackwelt dahin und versuch', die so ein bisschen auf Effiienz zu trimmen.

00:05:55: und da merkst du es ist ein bisschen ablehnend.

00:05:57: So tickt unsere Art mit so ein bisschen dieser Steuerberater.

00:06:00: Markt, der auch Milliardenmarkt ist hier in Deutschland.

00:06:03: Und ich frage mich kann man das auf den Medizinmarkt übertragen?

00:06:06: Gibt es da auch eine gewisse Ablehnung von Kommerz und Effizienz?

00:06:10: Also Kommerzen in gewisser Weise wahrscheinlich schon ja weil die Entscheidungen die man treffen will eigentlich zum... Wohle des Patienten treffen will.

00:06:22: Und es da ja auch noch mal eine besondere Regulierung gibt, was Heilmittel-Werbegesetz angeht und so weiter.

00:06:28: Das darf gar nicht alles einfach so beworben werden.

00:06:30: ich als Arzt.

00:06:31: Darf gar nicht so sehr meiner Leistung da irgendwie den Vordergrund stellen usw.

00:06:35: Also da gibt's eine gewisse Ablehnung dem gegenüber auf jeden Fall gegen über der Effizienz... Ich glaube dem gegenüber gibt es eigentlich prinzipiell keine Ablehnung.

00:06:45: aber wir befinden uns wie du gesagt hast in einem hoch regulierten Markt Und es ist nicht so leicht, einfach so effizient steigende Maßnahmen einzuführen.

00:06:57: Weil da doch ein sehr komplexes System entstanden ist wo viele Player Stakeholder und so weiter eine Rolle spielen in diesem System Wo Menschen leben sozusagen zur Debatte stehen ja und ich schon immer kritisch überprüfen muss und will Ist das denn jetzt wirklich hier etwas, was uns voranbringt oder für die Optimierung irgendwelcher Nachkommastellen?

00:07:22: Oder irgendwie sowas.

00:07:22: Ja dafür sind wir jetzt nicht eingetreten.

00:07:25: Es ist aber auch so dass wir sicherlich vieles besser machen könnten im Gesundheitssystem.

00:07:30: ja es gibt viele Themen infrastrukturelle Themen Die längst in anderen Ländern angegangen worden sind und da natürlich zu einer sehr viel höheren Effizienz in der Versorgung führen Und da könnten wir uns ein Beispiel nehmen, ja und warum das bisher in Deutschland nicht geschehen ist.

00:07:49: Das liegt mir fern, dass genau abzuleiten aber man kann es auf jeden Fall gut beobachten wenn wir auf der einen Seite davon sprechen was jetzt AI alles im Gesundheitssystem machen kann und auf der anderen Seite schicken die Ärzte sich noch Faxer hin und her, um den letzten Patienten-Bericht aus dem Krankenhaus zu bekommen.

00:08:08: Alleine nur die Einverständissecklerierung irgendwie zu bekommen!

00:08:11: Also da treffen sehr unterschiedliche Welten aufeinander ja?

00:08:14: Und da wäre auf jeden Fall was möglich.

00:08:16: Und jetzt kommt ihr mit Anbaus.

00:08:17: Ihr seid wie Sie gefandert.

00:08:18: Wir werden gleich nach eure letzte Finanzierungsrunde eingehen.

00:08:21: Jetzt kommt ihr millionen Euro im Rücken in diesen Markt.

00:08:25: Merkst du da vielleicht auch eine gewisse Ablehnung oder werdet ihr mit offenen Armen in diesem Markt empfangen?

00:08:30: Also bei mir kann ich sagen, da ist es wirklich auch wieder sehr divers.

00:08:33: Ich komme aus dem Steuermarkt und da gibt's so große Player die firmieren zum Beispiel als Genossenschaft.

00:08:39: Der größte Tech-Anbieter in der Steuerwelt ist eine deutsche Genossschaft.

00:08:42: Da merkst du schon was dafür für ein Geist wählt?

00:08:46: Und wir sind ja auf wie sie gefandelt.

00:08:48: Als Startup da rein heißt das natürlich schon.

00:08:50: Das müssen wir uns mal genau anschauen.

00:08:52: und wollen die wirklich unser Bestes oder geht es nur darum hier schnell Rendite zu machen?

00:08:57: Ist das was, was euch auch entgegenspringt oder entgegen gebracht wird?

00:09:01: Oder merkst du es gar nicht so.

00:09:02: Also

00:09:02: es gab natürlich entlang unserer Reise-Skepsystem gegenüber, was wir gemacht haben und was wir ja auch heute machen.

00:09:09: aber prinzipiell erfreuen wir uns wirklich sehr großer Beliebtheit beim Endnutzer wenn man so will und unser Endnutzern sind die Ärzte und die werdenden Ärzten und mittlerweile auch Die Pflegefachpersonen und immer mehr Gesundheitsbrüfe.

00:09:25: Und für die lösen wir letztlich ein Problem, ja?

00:09:29: Das über einen langen Zeithorizont.

00:09:33: Da muss man ehrlicherweise sagen das funktioniert eigentlich sehr gut!

00:09:38: Wir gehen damit aber auch einen neuen Weg.

00:09:44: vielleicht als jemand, der jetzt unbedingt etwas disruptieren will.

00:09:49: Wir sind nicht angetreten um zu sagen wir wollen hier das deutsche Gesundheitssystem auseinandernehmen.

00:09:54: So Elon Musk mäßig und was dabei kaputt geht dann gucken wir mal was wir danach wieder brauchen.

00:09:59: so ist es nicht sondern wir adressieren ein Problem was allen Leuten irgendwie klar ist dass sie nicht auf Dauer nicht als Gesundheitsprofi sozusagen immer alle Informationen Griffbereit haben werden.

00:10:14: Das ist unmöglich, wenn wir uns vorstellen dass sich aktuell das medizinische Wissen angeblich alle drei und siebzig Tage verdoppelt dann kann kein Mensch da mithalten.

00:10:25: Und dieses Problem gehen wir quasi als lebenslanger Begleiter für diese Gesundheitsprofis an.

00:10:31: das adressiert so sonst niemand.

00:10:33: Insofern sind wir, wenn man so will auch eine Kategorie die außerhalb dieses vielleicht etablierten Kosmos existiert.

00:10:39: Ja und ihr begleitet ja ein großer Grund quasi schon seit dem Studium.

00:10:43: insofern seid ihr faktisch schon immer mit dabei und auch häufig noch bevor es dann eben diesen kommerziellen Bereich geht ist sicherlich ein großer Vorteil.

00:10:51: Du hast da eine Sache angesprochen, die ich mich selber persönlich mal frage, wenn ich mal alle Jubeljahre zu meinem Hausarzt gehe, schon gemütliche ältere her?

00:10:57: Ich frag mich Ist der wirklich up to date?

00:10:59: Ja oder was macht er, wenn der hier ganntag in seiner Praxis sitzt, macht einer Vorbildung und nen Jahr wie bildet der sich fort.

00:11:05: Und das ist glaube ich sicherlich so ein Pehnen den ihr direkt adressiert.

00:11:09: Was mich aber auch interessiert, ihr seid ja quasi Mathec, Atttec also irgendwas dazwischen... Und ich bin selber, sag' ich mal auch im Bereich so Wissenstermittlung unterwegs.

00:11:18: Bei uns ist das nicht der Hauptzweck des Unternehmens sondern wir nutzen es quasi um die Brand zu tragen.

00:11:23: Was ich aber merke ist dass dieser ganze Business-Konsum oder kommen wir auch wieder direkt in euer Markt rein?

00:11:28: Dass der sich aktuell wahnsinnig ändert!

00:11:30: Ich mache zum Beispiel Formate, da stelle ich mich acht Stunden vor einer Kamera.

00:11:33: Das buchen vor allem ältere Steuerberater.

00:11:36: Stelle ich mir acht Stunden vorn die Kamera und mach dann eine Fortbildung.

00:11:38: Dann gibt's aber auch jüngere Berater.

00:11:39: Ich sag' Gott ist Willen ne?

00:11:40: Also will ich nicht mehr lernen.

00:11:42: So will ich mich nicht weiterbilden.

00:11:43: Ich möchte irgendwas Modulares

00:11:44: haben.".

00:11:45: Wie geht ihr mit dieser Herausforderung um?

00:11:47: Weil ihr habt ja mittlerweile auch eine sehr diverse Alters, sagen wir mal Kohorte bei den Kunden.

00:11:51: Ja

00:11:52: am Ende ... Wenn wir in dieses, was ich eben den lebenslangen Begleiter für den Gesundheitsprofinante wenn wir da tiefer reinschauen dann gibt es da verschiedene Produktkategorien.

00:12:03: Die unterschiedliche Nieds entlang dieses Lebenszyklus bedienen und begleiten.

00:12:09: Kannst du da vielleicht mal ein konkretes Beispiel nennen?

00:12:12: Also konkretes Beispiel ist die Examsvorbereitung.

00:12:17: Da muss man in Deutschland... roundabout zehntausend alte Fragen aus der Vergangenheit bewältigen, arbeitet hundert Tage lang so einen Plan durch.

00:12:27: Jeden Tag acht Stunden sitzt man da jetzt mittlerweile vorm Rechner und all das um dann des Staatsexamen der Medizin zu bestehen.

00:12:37: Und am Ende was mache ich da?

00:12:38: Ich versuche mir in doch relativ geballter Form medizinisches Wissen anzueignen ja und nochmal zu vertiefen.

00:12:45: Ein anderer Use Case ist Ich bin Assistenzarzt in der Notaufnahme, ich habe vor mir einen Patienten.

00:12:52: Der kommt mit gewissen Beschwerden in die Notaufnahmen.

00:12:56: Brustschmerzen oder so was?

00:12:57: Ich weiß okay, ich hab so drei, vier, fünf Verdachtsdiagnosen, die ich ausschließen muss weil Brust-Schmerz ist irgendwie ein gefährliches Symptom ja da können gefährliche Dinge dahinter stehen.

00:13:10: wie schließe ich sie jetzt möglichst schnell, möglichst gut aus.

00:13:14: Wie schließe ich aus, dass dieser Patienten Herzinfarkt hat?

00:13:17: Ein Ordner, ein Orisma oder irgendwie dann weniger vielleicht gefährlich werden Krankheiten.

00:13:25: und wie gehe ich damit also um?

00:13:27: Und das ist wenn man so will Unterstützung am Point of Care, so nennen wir es ja direkt am Patienten dran.

00:13:33: Wie treffe ich diese Entscheidungen?

00:13:34: Wie baue ich dieses Management diesen Flow so auf, dass sich das jetzt möglichst schnell rausfinde und der Patient hier nicht vor mir in die Binsen geht.

00:13:43: Aber das heißt auch, ist es ja eigentlich noch ein Wissensvermittlung?

00:13:46: oder seid ihr da schon mittendrin im Entscheidungsprozess?

00:13:50: Ich meine, dass auf was wir im Textwerkbereich haben, wo viele Steuerberater gar nicht mehr mit zehn tausenden Datensätzen pro Tag oder pro Sekunde umgehen können die sagen, ich muss das in einer Maschine übergeben und ich meine sich ja auch schon gewisse Parallelen und ich frage mich krass also will ich das?

00:14:06: die Diagnose außerhalb des Entscheidungsspielraum eines Arzes geben.

00:14:11: Wo ist da der Übergang noch?

00:14:13: Was entscheidet der Arzt und vielleicht ihr dann?

00:14:15: Wir entscheiden da jetzt erst mal gar nichts.

00:14:17: Der Arzt hat verschiedene Hypothesen und testet die dann entlang dessen, was wir ihm anbieten im System.

00:14:25: Gleich das ab!

00:14:26: Bei Herzinfarkten muss ich diese drei Sachen machen.

00:14:27: bei Auerordnern auch ist man muss sich das machen oder ich habe Symptom Brustschmerz.

00:14:31: so gehe ich am schlauestem vor.

00:14:32: Das ist nicht auf den Patienten gemünzt, dass es keine individuelle Empfehlung auf dem Fall basiert und das ist erstmal eine allgemeine Empfehung.

00:14:41: So sollte man vorgehen und dann muss ich natürlich als derjenige der da am Patientenbett steht, entscheiden okay in diesem Fall ist es aber ein bisschen anders weil das ist ein besonders junger oder ein besonders alter Mensch.

00:14:53: Oder irgendwie bringt irgendwelche anderen Besonderheiten mit und deswegen muss ich einen anderen vielleicht einen anderen Flow wählen als mein Standardflow sozusagen.

00:15:02: Die Frage, die du gestellt hast ist trotzdem interessant.

00:15:04: Wo ist der Unterschied jetzt zwischen Wissensvermittlung und Entscheidungsunterstützung?

00:15:08: Und das ist eine total interessante Frage eher.

00:15:11: Die ist nämlich teilweise dieser Unterschied nicht da.

00:15:15: also ich muss.

00:15:16: als Arzt oder auch als anderer Gesundheitsprofi muss Ich die Dinge, die ich mir aneigne ja idealerweise anwenden können.

00:15:26: Das ist eine komplett anwenderbezogene Wissenschaft, wenn man so will.

00:15:30: Oder auch in Teilen Pseudowissenschaft und ich muss alles zielt darauf ab, dass ich den Patienten bestmöglich versorge am Ende.

00:15:40: Insofern ist dieses der Unterschied zwischen Wissen- und Entscheidungsunterstützung oder auch anderen Anwendungsfällen gar nicht so groß.

00:15:47: Es ist nur eine Art, wie ich das konsumiere vielleicht.

00:15:50: Also liege ich abends auf dem Sofa und will mich noch mal zu einem bestimmten Krankheitsbild aufschlauen.

00:15:57: Ist anders?

00:15:58: Dann habe ich zwei Stunden Zeit!

00:15:59: Ich hab keine Hektik, niemand schreit um mich herum oder blutet oder sonst irgendwas... Oder ich stehe am Patienten-Bett in der Notaufnahme und muss jetzt ganz schnell handeln und die richtige Dosierung finden oder einen richtigen nächsten Schritt.

00:16:11: Aktueller Fokus bei euch eher auf der Wissenstermittlung, aber wenn ich mir gerade das Beispiel genannt habe die Ärzte in der Notaufnahme.

00:16:18: Die müssen ja wahnsinnig krasse Entscheidungen kurz zur Zeit treffen.

00:16:22: Würdest du sagen dass wir da in absehbarer Zeit auch vielleicht solche Systeme sehen werden?

00:16:27: Parallel die Entscheidungsfindung des Notarztes mit Begleiten überwachen?

00:16:32: Also ich würde gar nicht sagen, du hast gesagt wir sind mehr bei der Wissensvermittlung.

00:16:34: Wir sind in beiden Systemen drin.

00:16:36: ja also nur nicht dass wir jetzt aktiv irgendwelche Empfehlungen aussprechen auf bewusste Patientenfälle bezogen aber wir leisten ganz klar Entscheidungsunterstützung und ziemlich schnell.

00:16:49: in Deutschland nutzt jeder vierte bis dritte Arzt, Ambus aktiv um genau das zu tun.

00:16:55: Nicht weil er abends auf der Couch liegt und sich nochmal zu Herzinsuffizienz aufschlaumen möchte sondern weil er eben genau da steht und Entscheidungen treffen muss.

00:17:04: also dass passiert.

00:17:06: sehen wir clinical decision support Systeme.

00:17:08: so heißen diese Dinger auf neudeutsch ja seh mir davon mehr ja wer werden davon mehr sehen?

00:17:13: natürlich und die werden wahrscheinlich auch mehr vor bestehende Patienten Informationen mit einbeziehen.

00:17:20: und es ist sicherlich eine Frage wie stellt man ein solches System so auf, dass das eine sinnvolle Balance aus.

00:17:28: all den Datenpunkten, die es da gibt findet.

00:17:31: Also was bringt der Patient mit?

00:17:33: Was davon?

00:17:33: sind echte Befunde oder sind vielleicht auch irgendwelche Artefakte?

00:17:38: Wie wird das bewertet?

00:17:40: durch wen Spielen der Halluzinationen, Biasies und so weiter eine Rolle?

00:17:44: Worauf basiert das Wissen?

00:17:45: auf dem gesamten Internet oder auf fundierten Quellen?

00:17:48: hat dass zwischendurch noch mal jemand gesehen oder nicht.

00:17:51: Und was macht der die Ärztin damit, wenn er diese Informationen erhält?

00:17:56: Also das sind alles spannende Fragen und da werden wir auf jeden Fall etwas sehen.

00:18:00: aber die Frage ist natürlich wie eingangs besprochen also Wie schnell hält das Einzug in das?

00:18:05: Und wie sehr ist das eine Blackbox, wie sind die Stakeholder daran noch beteiligt?

00:18:12: Behalten einen Blick.

00:18:13: Behalten die Kontrolle über das was da passierte.

00:18:15: Wir haben ja eingangs gesagt also beide Märkte, Medizinsteuer und hoch regulierte Märkte.

00:18:19: gibt es dafür schon eine Regulierung oder kann das faktisch jeder ihr nachbauen?

00:18:23: Könnte Google das ein paar Millionen Milliarden reinstecken und in einer Woche sämtliche Krankenhäuser einrichten?

00:18:30: oder gibt es da gewisse Zulassungsprozesse?

00:18:31: muss ich, sag mal, gewisse zertifizierung holen.

00:18:34: Genau ja du musst dann also du bist relativ schnell im bereich eines sogenannten Medical Devices und das ist ein nochmal extra regulierter Bereich, dafür musst du dich besonders zertifizieren lassen.

00:18:47: Das passiert nicht einfach so aber es ist prinzipiell möglich.

00:18:50: Es ist ein gewisser Qualitätssicherungsprozess den man durchlaufen kann.

00:18:55: Und was würdest du sagen, ist da so euer Burg-Graben, den ihr letztes Jahr gebaut habt?

00:19:00: Du bist ja als Gründer.

00:19:01: Du kommst selber aus der Medizinwelt.

00:19:02: D.h.,

00:19:03: du atmest auch irgendwo das Produkt und verschaffst eine gewisse Glaubwürdigkeit aber ... Was ist dieser Burggraben, die ich um euch geschaffen habe?

00:19:10: Kann man das irgendwo unterbrechen auf ein zwei Aspekte oder ist das gar nicht einfach?

00:19:15: Also wir haben eine enorme Datenbank an medizinischem Wissen, Validiert ist durch Ärzte.

00:19:22: Die erstellt es durch Äzte und die validiert es durch ärzte, und wie wir jetzt über die letzten zehn Jahre aufgebaut haben.

00:19:28: Das heißt ihr habt wirklich praktizierende Ärzten auch im Team?

00:19:31: Exakt!

00:19:31: Also jeder... Wir sind rund herum fünfhundert Mitarbeiter.

00:19:35: Davon sind ein Drittel Ärzter.

00:19:37: Und davon arbeitet ein großer Teil in dem Bereich was unsere Redaktion isst ja und auch in anderen Reichen so.

00:19:46: Das ist eine Datenbank, die.

00:19:48: das ist ein richtiges Asset.

00:19:50: Ich würde sagen dass das nächste was ich aus unserer Sicht sagen würde was wir haben is unser Team an sich.

00:19:58: Es gibt nicht so viele Teams Vielleicht baue ich auch.

00:20:00: Aber wo sozusagen der Endnutzer, in unserem Fall der Gesundheitsprofi die Engineers, die Produktmanager quasi alle in einem Raum sitzen und gemeinschaftlich diese Lösungen erdenken und designen und erarbeiten, testen, in die Krankenhäuser tragen und schauen wie das verfängt?

00:20:18: Und aus unserer Sicht muss da eigentlich immer der Endnutzer im Vordergrund stehen.

00:20:23: Das ist für uns der wichtigste Akteur in diesem System, ja?

00:20:26: Für den muss das ein echtes Problem lösen und dann kommt es auch in die Anwendung.

00:20:31: Vieles im Gesundheitssystem ist aber so designet dass es irgendwem anders irgendwas bringt.

00:20:36: Also dass es irgendwie dem Behörden was bringt oder dass es Krankenhäusern etwas bringt oder irgendwelchen Softwarefirmen oder oder oder... Aus unserer Sicht Care-Provider und sozusagen was bringen, einen Unterschied an der Stelle machen.

00:20:50: Du hast gesagt gerade eure Datenbank das ist euer Asset und dass du auf viel Praxiswissen reinfließt.

00:20:56: Da hat man manchmal so ein Datenschutz und eine gewisse Survivorship bei uns.

00:20:59: Das heißt baut ihr auch in die Daten Kunstfehler ein und kommt quasi aus dieser Richtung, dass wir eben auch aktiv Fehleinschätzungen vermeiden können bzw darauf hinweisen könnt?

00:21:11: Ja also natürlich!

00:21:12: Wir versuchen da einen praktischen Blick auf... alle diese Themen zu haben.

00:21:17: Das ist natürlich nicht trivial.

00:21:19: und erstmals unser oberster Anspruch überhaupt, erstmal das Leitlinienwissen abzubilden.

00:21:25: Das sind die Empfehlungen, die erstmal gelten und die zwar nicht verbindlich sind aber doch justiziabel so dass jeder idealerweise entweder nach diesen oder anderen Guidelines gehandelt haben sollte im Kontakt mit dem Patienten.

00:21:41: Von denen würde man eigentlich denken, das kommt doch an.

00:21:44: Die kommen doch aus diese Leitlinien.

00:21:46: Nun sind es meistens bisher fünfhundert Seiten PDF-Dokumente für eine einzelne Erkrankung und ich als sag' ich mal breiter aufgestellter Arzt habe mit vielleicht dreihundert bis fünfhundert solcher Krankheitsbilder zu tun.

00:22:00: die Leitlinen erneuern sich zwischen alle zwei bis fünf Jahre so zurück zu deinem Hausarzt, ohne ihm zu nahe treten zu wollen.

00:22:09: Das ist gar nicht so leicht damit Schritt zu halten und zu sagen ja was hat sich denn jetzt für mich wirklich verändert?

00:22:15: Also in der Bluthochdrucktherapie, was mache ich denn jetzt anders wenn Roger zu mir kommt und sagt Ja ich habe hundert neun dreißiger systolischen Wert fangen wir jetzt an zu therapieren oder nicht?

00:22:26: Und da setzen wir erstmal an.

00:22:28: aber es gibt natürlich dann auch praktische Fallstrecke.

00:22:30: Es gibt auch was interessantes.

00:22:34: Wir schreiben unsere Leitlinien, also in Deutschland schreiben wir unsere Leidlinien.

00:22:37: In den USA schreiben sie auch ihre Leitlinge und in Italien auch.

00:22:40: Die schreiben unterschiedliche Dinge zum Teil.

00:22:43: Es

00:22:43: gibt dann noch mal europäische Leitlingen.

00:22:45: oder es gibt auch innerhalb von Deutschland gibt es Fachgesellschaften die schauen mit diesem Blickwinkel auf den Diabetes und welche die Schauen mit einem anderen Blickwinkel auf den diabetes und wieder zu therapieren sei oder... Also alle diese Widersprüche versuchen wir auch darzustellen und zu sagen hey!

00:23:02: Ja, selbst hier gibt es Unterschiede in den Empfehlungen.

00:23:05: Weil es einen unterschiedlichen Blickwinkel auf diese Themen gibt.

00:23:08: ja und das ist gar nicht so trivial und den kann man auch gar nicht unbedingt immer auflösen aber man kann zumindest darstellen dass es diese teilweise Widersprüche oder eben auch unterschiedliche Empfeilungen gibt.

00:23:18: Das ist eine krasse Verantwortung.

00:23:19: ich meine ihr seid ja auch faktisch eine Art Gatekeeper.

00:23:22: also welche Informationen lasst ihr durch?

00:23:24: wie frame die diese Information damit der Arzt dann entsprechend Entscheidung trifft?

00:23:28: Und was mir spontan einfällt und die Frage muss ich dir stellen mein Großteil dieser Forschung Passiert auf Seiten der großen Pharma-Konzerne.

00:23:34: Novates, Rosh

00:23:35: etc.,

00:23:36: die haben ja auch irgendwo ein entsprechendes Kommerzielles Interesse.

00:23:39: Wie geht ihr mit solchen Studieninformationen um?

00:23:43: Oder anders gefragt gibt's mittlerweile anfangen?

00:23:45: bei ihr seid ja etwas davon gesagt.

00:23:46: einen Großteil der Entscheidungen gerade in deutschen Krankenhäusern laufen schon über eure Technologie.

00:23:52: Gibt es da schon die Nomates, sie sagten ne Sie wart hast du nicht mal lustig ein bisschen Kickback zu verdienen und ein paar Studien von uns.

00:23:57: Willst du integrieren?

00:24:00: also Für uns ist es ganz wichtig, dass wir unabhängig da sind.

00:24:05: Und für uns ist das essentiell abzubilden was in den Leitlinien steht.

00:24:10: nicht alle Forschung ist sozusagen schlechte Forschung.

00:24:16: auch aus der Farmerforschung, die ja hoch finanziert ist und natürlich gewisse Interessen folgt.

00:24:21: Kommen aber auch gute Dinge raus und kommen neue Wirkstoffe raus, die wir dann heute in der Behandlung einsetzen.

00:24:27: Aber diese Entscheidung treffen wir erst mal nicht.

00:24:29: Wir entscheiden nicht ob irgendwelche Wirkstoffe, die noch nicht in Leitlinien oder dergleichen genannt werden, ob die jetzt bei uns aufgenommen werden oder sowas.

00:24:38: Das richten wir uns streng danach was dort empfohlen wird.

00:24:43: Ziehen wir uns vielleicht ein Stück weit auch aus der Affäre in diese Bedrängnis zu kommen.

00:24:48: Aber genau, so ist unsere Position an dieser Stelle und das ist für uns ganz wichtig also für uns es ist ganz entscheidend dass wir diese vertrauensvolle Beziehungen mit den Nutzer haben wie wir eingangs gesagt haben.

00:25:02: Wir begleiten denen da also mittlerweile wirklich Abtag eins des Studiums durch die wesentlichen Examiner.

00:25:09: Dann teilweise super intensiv, hundert Tage lang jeden Tag acht, neun, zehn Stimmen am Rechner und dann als Assistenzarzt auf Station und vielleicht als Facharzt in der Niederlassung.

00:25:21: Wir haben eine lebenslange Beziehung, die ist noch nicht zu Ende aber mit den ersten Nutzern sind wir immer noch verbunden.

00:25:26: Die sind jetzt seit zwölf, dreizehn Jahren bei uns.

00:25:31: Und das ist einfach sehr wertvoll für uns.

00:25:35: Wollen wir nicht durch irgendwelche, sag ich mal schnellen euros irgendwie gefährden.

00:25:40: Ja verstehe jetzt kommt natürlich eine frage wenn man in so einem bereich gerade Bereich attack unterwegs ist.

00:25:44: auch die muss man unbedingt stellen.

00:25:47: Man sieht ja wie die großen sprachmodelle gerade mit immensen daten im menschen rechten brauer gefüttert werden.

00:25:52: und da fragt man sich schon was ist die dasernsberechtigung von solchen plattform wieder euren in fünf jahren?

00:25:57: Na oder sind sie faktisch nur am Ende des Tages dann vielleicht in fünf Jahren noch so ein Layer auf irgendeinem Sprachmodell?

00:26:02: Wie würdest du das sehen, was ist da also dein Blick auf die Dinge.

00:26:06: Ja, also das ist natürlich eine hoch spannende Frage auch einer mit der wir uns sehr viel beschäftigen.

00:26:10: natürlich.

00:26:11: letztlich muss man sagen haben wir jetzt erstmal sehr schlauen und gut konsumierbaren Inhalt angeboten?

00:26:18: bisher Das wird sich jetzt prinzipiell erst mal aus unserer Sicht für uns nicht verändern dass das einen Wert hat.

00:26:24: was sich wahrscheinlich schon verändern kann, ist die Darreichungsform dieses Inhalts.

00:26:30: Und wie man sozusagen... Kann man mit den modernen Methoden die Nutzer noch besser unterstützen?

00:26:37: und das ist unser Ansatz und den verfolgen wir ja mit sehr viel Kraft, dass wir sagen für gewisse Themen wie zum Beispiel ich habe eine Frage als Mediziner Vorher war ich es gewohnt, die Google Suche zu benutzen sozusagen oder eine Google-ähnliche Suche.

00:26:53: Da gab's in Ambus auch so dass sich sagen konnte okay Ich kann jetzt nach Herz- und Soffizienz Therapie Second Line suchen.

00:26:59: Ich konnte auch komplexere Komponent Anfragen stellen.

00:27:02: Jetzt kann ich wirklich Langtext Fragen stellen Und ich kriege darauf ne Antwort Ja und das ist unserer Ansicht nach schon ein Wert Den auch Nutzer zunehmend mehr erwarten.

00:27:13: Worauf dann das Ergebnis basiert?

00:27:15: ist unserer Ansicht nach immer noch eine wesentliche Frage.

00:27:20: Und wenn ich jetzt Gesundheitsprofi bin, worauf will ich mich verlassen?

00:27:24: Worauf glaube ich kann ich diese Entscheidung?

00:27:28: am Patienten-Bett basieren und da glauben wir dass weiter eine Rolle spielen können, aber die Zukunft in fünf Jahren?

00:27:36: diese Modelle entwickeln sich wahnsinnig schnell.

00:27:38: Die kann keiner vorher sehen.

00:27:40: Aber wir können sie genauso zu unserem Vorteil nutzen.

00:27:43: Es gibt auch den Bereich, sag ich mal außerhalb der einfachen Fragenbeantwortung.

00:27:48: es bietet wahnsinnige Chancen im Bereich der Weiterbildung der Fortbildungen der Ausbildung ja, die wir bis heute, die keiner bis heute so wirklich nutzen konnte ne echte personalisierte Ausbildung Und Weiterbildung, ne skalierte, ne lokalisierte Variante.

00:28:08: Also da gibt es viele Spielenmöglichkeiten die wahnsinnigen Potenziale bieten und wir sehen jetzt erstmal prinzipiell sozusagen die Potenzialen die uns das bietet und Vertrauen auf den Wert den wir bisher geschaffen haben.

00:28:20: Aber würdest du vielleicht sagen, dass bestimmte Signente in dieser Ärztewelt irgendwann auch komplett Modell basiert?

00:28:27: Also die Entscheidung.

00:28:28: Ein ganz einfaches Beispiel ist wahrscheinlich auch nicht fremd Radiologen.

00:28:30: Radiologer müssen ja Muster erkennen auf Röntgenbildern und können das Maschinen zumindest im Durchschnitt nicht sicherer, sodass da mal die Diskussion, die es gerade gibt, ich weiß nicht wie intensiv die in deiner Welt geführt wird, dass man radiologische Entscheidungen eben auch eher modellbasiert fällen sollte... Gänzlich aus eurem Zielmarkt rausfällt.

00:28:50: Ja, also es gab einen müssen wir nachreichen AI-Vorschau glaube ich mit Medizinbezug der so vor zehn Jahren prophezeite damals in fünf jahren Also heute vor fünf Jahren würde es keine Radiologen mehr geben Sie da sind alle noch da.

00:29:08: Der Klassiker und selber hat dann genauso

00:29:14: was ist die Daseinsberechtigung?

00:29:16: des Arztes oder solcher, vielleicht auch Spezialrichtung in diesem Feld.

00:29:22: Also aus unserer Sicht wird AI den Arzt nicht ersetzen aber sie wird den Arz sehr viel stärker machen und sie wird ihn dahin bringen wirklich die Möglichkeiten dieses Beruf es ernsthaft auszuschöpfen weil das bisher eigentlich nicht möglich war.

00:29:44: so.

00:29:45: Ich denke, wir brauchen schon ein Stück weit eine Veränderung in der gesellschaftlichen Wahrnehmung gegenüber dem was Ärzte leisten können und ich auch als Patient erwarten kann.

00:30:00: Und vielleicht auch ich als Arzt von mir als Selbstbild habe ja und wie du glaube ich vorhin im Vorgespräch sagtest das sind die Halbgötter in Weiß.

00:30:11: Das ist ein Bild.

00:30:12: glaube Das müssen wir ein Stück weit korrigieren und diese Erwartung vor allem korrigierend.

00:30:19: Denn ich glaube, die ist gefährlich.

00:30:22: Es hat etwas sehr Gefährliches wenn ich als Arzt denke Ich muss immer auf alles eine Antwort haben Und selbst wenn ich es nicht weiß sozusagen vielleicht mit irgendwelchen Fachtermini darüber hin wegtäuschen dass ich das nicht weiß um voranzukommen um mir nicht die Blöße zu geben Ich glaube, wir müssen zu einem Bild kommen wo ich als Arzt sagen kann das weiß sich nicht.

00:30:45: Aber ich schaue das für sie nach an einem verlässlichen Ort weil ich das nachschauen muss und dann schauen wir vielleicht gemeinsam da drauf Patient und ich ja ich erkläre was da steht Und dann überlegen uns gemeinsam was dass für die weitere Therapie heißen kann.

00:31:03: denn am Ende muss auch der patient Die Entscheidung treffen was er haben möchte.

00:31:08: Es ist glaube ich, wenn wir sozusagen dahin kommen zu sagen der Arzt wird einfach durch irgendwelche Workflows und Algorithmen ersetzt.

00:31:17: Das wäre eine in gewisser Weise deterministische Sicht auf das was die Medizin isst.

00:31:23: Und die medizin ist nicht in allen teilen komplett durch exerziert wo Ich vorher im Prinzip eigentlich schon weiß was rauskommen wird.

00:31:32: denn ich muss anstellen subjektive Entscheidungen treffen als Arzt, aber auch als Patient.

00:31:40: Was ich glaube, was hier besser funktionieren wird?

00:31:42: Das ist nicht nur schwarz und weiß und aha dann kommt am Ende... Am Ende kommt eins raus oder null sondern Ich muss den Patienten fragen Sie haben... Wir haben Krebs oder irgendwie sowas.

00:31:53: der Patient hat Krebs.

00:31:53: ja eine Chemotherapie könnte das Leben jetzt irgendwie um sechs Monate verlängern.

00:32:00: Ja Aber es ist eben die Chemotherapi mit all den Nebenwirkungen die das so hat.

00:32:06: Möchten sie das?

00:32:07: Und wir sprechen hier auch nur über eine Art von Wahrscheinlichkeit.

00:32:10: Was das für den konkreten Fall heißt, kann ich gar nicht sagen!

00:32:14: Also... Kann ich diese Entscheidung treffen?

00:32:17: Nein!

00:32:17: Kann ein Algorithmus dieser Entscheidung

00:32:18: treffen?!

00:32:19: Nein!

00:32:20: Das muss im Gespräch entstehen, im Dialog zwischen diesen Parteien entstehen und ich glaube dass Dass es da einer menschlichen Komponente irgendwie bedarf.

00:32:30: Auch wenn wir sagen, AI-Modelle sind besser in empathischen Fragestellungen

00:32:35: usw.,

00:32:36: will ich am Ende diese Entscheidung von einem AI-modell diskutieren oder mit jemandem der mir in die Augen schaut und sagt, ich sehe doch ihre Situation und mein sie nicht ist das wäre der bessere Weg sozusagen?

00:32:51: Kann ich absolut nachvollziehen, du hast zu Beginn gesagt eigentlich wollt ihr mit Ambos gar nicht disruptiv sein.

00:32:56: Aber faktisch so wie ich dich jetzt auch verstehe und auch wahrnehme, sind wir gerade eine wahnsinnig destruktiven Zeit ne?

00:33:02: Wir haben quasi das geballte Wissen in Form von Sprachmodellen.

00:33:05: Wir haben immer noch sagen mal dieses absolutistische Denken.

00:33:08: also da steht ein Halbgott im Weiß auf einem Thron und dessen Entscheidung und dessem Wissen ist quasi allumfänglich.

00:33:15: Und was du erst grade sagst, naja wir müssen das irgendwie zusammenführen und auch vielleicht die Leute ein bisschen von diesem Thron auch diesen Druck von ihren Schultern nehmen.

00:33:22: Also hab ich das gerade rausgehört.

00:33:24: wie kommunizierst du das in dem Markt?

00:33:26: Wie sag' ich mal oder anders gesprochen... Ich versuch's auch gerade meiner Welt!

00:33:31: Wie kannst Du das in den Markt bringen ohne ja so besser wässerisch und blärend daherzukommen?

00:33:35: Hast Du da irgendwie so einen goldenen Weg für Dich gefunden oder für euch?

00:33:39: Tache Frage!

00:33:40: Ja

00:33:41: also ich glaube es gibt Die Erzesschaft ist ja jetzt auch keine homogene Gruppe, so wie die Steuerberater wahrscheinlich auch keine Homogene-Gruppe sind.

00:33:50: Und es gibt natürlich Menschen, die dafür nicht offen sind.

00:33:54: Es gibt aber eine sehr große und immer noch wachsende Anzahl von Menschen in dieser Gruppe ,die dafür offen isst und die sagt ich verstehe das Problem Am besten wäre es doch dass was sich zum Examen gelernt habe Hätte ich immer bei mir.

00:34:10: Und ich könnte darauf aufbauen, diese Menschen gibt es und die sagen ja das macht Sinn.

00:34:16: Ich glaube wir werden da hinkommen... Das gab es in der Medizin-Historie immer, dass neue Werkzeuge erst mal kritisch beachtet oder nicht beachtet, kritisch beeugt wurden.

00:34:28: Selbst als ich glaube vor zweihundert Jahren das Thermometer rauskam wurde gesagt ja also Thermometer das erfasst doch gar nicht alle Qualitäten von Fieber.

00:34:38: Wie sollen wir denn damit Fiebers messen?

00:34:41: Das stimmt, es erfasst nicht alle Kualitäten vom Fieberg.

00:34:45: dass mir ein Patient zeigt also wie der sonst noch aussieht und so weiter.

00:34:49: Das ist richtig.

00:34:50: aber was kann es gut standardisiert die Temperatur erfassen unabhängig vom Anwender Und das ist ein etabliertes Werkzeug.

00:34:57: aus meiner Sicht glaube ich müssen wir dahin kommen dass auch ein Wissenssupport System ein solches Werkzeug wird.

00:35:04: Und ich bin damit empowert, als Anwender zu sagen super!

00:35:09: Das habe ich alles in meinem Rucksack, das hab' ich immer dabei und damit können wir loslaufen.

00:35:13: Aber am Ende muss sich immer noch ... Als Anwänder darüber nachdenken was ich damit

00:35:17: mache.

00:35:18: Siehst du's als deine Aufgabe, sag ich mal so diesen auch, ich würd sagen, Optimismus in den Markt zu tragen?

00:35:24: Ich meine diesjährige Wirtschafts- und Weltpreis ging an drei Forscher die sage ich mal auf bewiesen haben gezeigt haben dass Fortschritt generell immer davon abhängt, wie optimistisch und wie offen wir mit neuen Technologien umgehen.

00:35:35: Das ist ja auch genau, sag ich mal gerade dieser Spagat den ihr macht.

00:35:41: Würdest du sagen, ist das deine Aufgabe, diesen Optimismus in den Markt zu bringen?

00:35:44: Wenn ja, wie machst Du das?

00:35:46: Also nein, ich glaube es ist jetzt sicherlich eine Aufgabe, zu der wir was beitragen können.

00:35:53: Aber... daran müssen natürlich viele mitwirken und ich glaube wir sehen auch in unserer nutzerschaft es gibt super viele aufgeschlossene menschen die einfach total offen sind für sowas.

00:36:05: am ende müssen ist glaube ich die menschen mittragen und diesen optimismus verbreiten Die anwender sind die da an vorderster stelle stehen die diese schmerzen spüren ja und den unterschied merken wenn wenn etwas funktioniert.

00:36:21: Aber ja, also natürlich versuche ich das an jeder Stelle diesen Optimismus zu verbreiten und darauf hinzuweisen was es alles schon gibt.

00:36:28: Und was man vielleicht noch machen könnte.

00:36:30: aber ich glaube dass muss ein breiterer Konsens sein als nur von mir aus geht.

00:36:36: Der Mensch!

00:36:39: Lass uns über dich persönlich reden.

00:36:41: wir sind beide so als Fachexperten gestartet du als Mediziner ich als Steuerrechtler sind jetzt über die Jahre auch immer zum Unternehmer gewachsen.

00:36:49: Und das hat aus meiner Sicht durchaus Vorteile, weil ich glaube wir verstehen wie unser Markt atmen, wie er tickt und unsere Zielgruppe tickt.

00:36:57: Es hat natürlich aber auch gewisse Nachteile, da wir diese ganz klassische Management-Oxentour nicht hinter uns haben.

00:37:02: Das heißt, wir haben wirklich... Ich hoffe du kannst das bestätigen.

00:37:05: Wir haben wirklich eben unseren Fehler gelernt.

00:37:07: Also vielleicht hatten wir den einen oder anderen Mentor an unserer Seite.

00:37:10: Deswegen meine Frage an dich Was würdest du im Nachgang sagen, was hat dir am meisten gefehlt?

00:37:16: Ich hab gesehen, vor ein paar Jahren hast du noch einen MBE gemacht.

00:37:20: Wo du quasi dieses Management-Wissen als Essenz versucht hast so aufzunehmen.

00:37:25: Was würdest du sagen?

00:37:26: hättest du im nachgang vielleicht eher gewusst auf deinem Weg zum Unternehmer und was vielleicht auch gar nicht?

00:37:32: Also ... Vielleicht vorweg.

00:37:34: Prinzipiell bin ich davon überzeugt dass wir mehr Gründer brauchen wie dich und mich Menschen, die aus dieser... Aus irgendeiner Nische kommen.

00:37:46: Einen Expertenbereich kommen und sich trauen daraus zu gründen.

00:37:52: Und auch den Schmerz selber gespürt haben?

00:37:56: Den schmerzselber gespült haben, die Gruppe genau kennen und auf der Basis loslegen.

00:38:01: Und aus meiner Sicht Das gibt's heute schon mehr, glaub ich.

00:38:04: Als wir damals angefangen haben ... Da wurden wie irre angeschaut als wir ... Unter

00:38:12: den Ärzten oder?

00:38:14: Ja!

00:38:15: Und unter den Äzten von der Familie... Also vielleicht ist das bei Steuerberatern so ähnlich.

00:38:24: aber du studierst Medizin um als Arzt zu arbeiten.

00:38:31: Wir studieren nicht Medizin Wissenschaften und danach heißt es, damit kannst du ganz viel machen.

00:38:36: Und musst dir überlegen was du damit dann machst sondern eigentlich studieren wir auch wenn's blöd klingt wir studieren Arztärzte das ist unser unser Ziel.

00:38:44: so dass heißt wenn man davon abrückt oder sich da schon mal irgendwie vielleicht nicht hundertprozentig zu Hause fühlt, dann ist das schon mal in einem selbst komisch und es für alle anderen auch komisch.

00:38:54: Und dann gibt es Menschen die sagen ja aber wir haben doch eine halbe Million Steuergelder dafür ausgegeben dass aus dir n Arzt wird usw.

00:39:02: Das kannst du doch jetzt nicht machen und so weiter und so fort.

00:39:04: Ja?

00:39:05: Und es ist ja ne sehr sichere vorhersehbare Karriere wenn man so will.

00:39:10: also zumindest sieht's so aus daraus auszubrechen und zu sagen ich mach etwas anderes das komplett unberechenbar ist, sogar risikobehaftet aussieht und wo gar nicht klar ist was da rauskommt am ende.

00:39:25: Das ist ganz so ungewöhnlich.

00:39:26: insofern also Kann ich sehr viele Menschen verstehen, die jetzt nicht aus dem BWL-Bereich kommen.

00:39:33: Sondern irgendwie aus einem Nischenbereich und sagen, gründen aber wie?

00:39:36: Und so weiter.

00:39:38: Da würde ich erstmal prinzipiell sagen, habt Mut!

00:39:42: Es gibt irgendwelche Probleme laufen euch über den Weg.

00:39:44: Das muss kein Rocket-Sign sein.

00:39:45: Damit kann man loslegen und schon mal starten... ...und dann von dort aus weiterschauen.

00:39:50: Damit ist man schon mal ninety-fünf Prozent oder wahrscheinlich neunundneinzig Prozent weiter als jeder andere der auch über eine Idee gesteubert ist.

00:39:56: Aber was ist, sag ich mal, die Initialzündung?

00:39:59: Diese Welt zu verlassen.

00:40:01: Du machst AB.

00:40:01: Du versuchst da einen Eins-nuller-Stand zu kommen, wenn du Medizin studieren kannst.

00:40:05: Du bist in diesem Medizinerkosmos mit drin und irgendwann kommt der Punkt wo du sagst... Fakt, das will ich nicht mehr.

00:40:13: Bei mir war es so, ich war ja erst Finanzbeamter und ich war schon verbeamt auf Lebenszeit, wo meine Eltern gesagt haben, Roger, das ist ein Sechs Jahr im Notto!

00:40:19: Wenn du jetzt diese Urkunde zerreißt, ne?

00:40:21: Du wirst nie wieder glücklich werden.

00:40:22: Ich hab's trotzdem gemacht weil ich gemerkt habe... Und ich irgendwann mal zur Arbeit gegangen bin und gemerkt hatte, irgendwie ist jeder Tag wie der andere.

00:40:29: Ich konnte zurückgucken, ich konnte nach vorne gucken, gemerkt, Fakt ... Das ist wie als wenn ich in seinem Hamsterrad wäre und ich kann dir gar nicht sagen was da auslöserbar.

00:40:36: aber das war der Punkt, wo ich gesagt hab Jetzt kündige ich Ohne, dass ich die Geschäftsidee hatte.

00:40:40: Die kam später ... Aber wie war das bei dir?

00:40:42: Gab's da einen Moment oder war es ein schleichender Prozess?

00:40:45: Also, ich kann's ja mal beschreiben.

00:40:48: Wir haben uns auf dieses abschließende Staatsexamen vorbereitet in einer Lerngruppe aus drei Leuten.

00:40:53: Ja, wir haben zusammen gelernt und festgestellt, wenn wir uns gegenseitig die Dinge erklären, das funktioniert am besten für uns, bleibt am meisten hängen.

00:41:01: Deswegen waren wir dazu dritt.

00:41:03: So dann haben wir... Diese hundert Tage oder es waren nicht mal in unserem Fall ganz hundert tage.

00:41:08: Wir haben glaube ich erst bei tag seventy-fünf angefangen.

00:41:11: So dann haben wir sehr komprimiert versucht das zu machen und dass war Zwei tausend zehn.

00:41:16: also das war jetzt auch Nicht digital no man's land sondern da gab's schon Möglichkeiten eigentlich.

00:41:21: die haben wir aber in dieser vorbereitung nicht vorgefunden.

00:41:23: ja Und das was wir genutzt haben zur Vorbereitung, das war ehrlicherweise eigentlich frustrierend dafür.

00:41:30: Das ist ja der Abschluss des Studiums.

00:41:34: Das bereitet einen vor auf dieses Arzt da sein.

00:41:37: Da will man möglichst viel Wissen mitnehmen und irgendwie noch mal alles auftanken was irgendwie geht.

00:41:43: Und es war eher so ein frustrierendes Erlebnis.

00:41:46: Wir haben uns sehr viel geärgert auch über verschiedene Dinge.

00:41:50: Dann haben wir irgendwann einfach angefangen zu spinnen.

00:41:53: Das könnte man noch besser machen.

00:41:55: Warum ist das nicht so?

00:41:59: Wenn man so will, war die Initialzündung davon.

00:42:03: Aber da waren wir weit entfernt von irgendwas zu gründen und zu sagen, ja, das machen wir jetzt!

00:42:08: Das hat dann noch ein bisschen gedauert, also im Prinzip haben wir diese Idee wie könnte das aussehen?

00:42:13: und so ein bisschen weitergesponnen.

00:42:15: Immer parallel zur Vorbereitung auf dieses Staatsexamen.

00:42:17: aber natürlich haben wir erst mal einen Staatsexam gemacht ja?

00:42:20: Und dann haben wir noch die Promotion gemacht und irgendwie gesagt so Ja gut jetzt sind wir durch ne Jetzt könnte man irgendwie im Krankenhaus arbeiten und so.

00:42:28: und dann hat einer von uns dran der Margett immer gesagt Der vorher auch Meine Software Firma gegründet hatte so software as a service.

00:42:36: und was ist denn mit dieser Idee?

00:42:40: Ist das nicht was wollen wir das nicht machen.

00:42:42: Und was dann sehr geholfen hat für uns andere beide, die wir eigentlich nicht damit gerechnet hatten zu sagen jetzt machen wir eine unternehmerische Karriere oder irgendwie sowas war dann zu sagen lass uns doch das mal timeboxen und lasst mal sagen Wir versuchen das jetzt mal zwei Jahre da irgendwas hinzustellen, was auch immer das ist.

00:43:03: Im schlimmsten Fall werden wir wahnsinnig viel gelernt haben und das war's?

00:43:07: Ja aber wer weiß... Wir waren in der Jahrzehnte, als wir dieses Schadsexamen hatten.

00:43:12: Wir haben uns diese zwei Jahre genommen und gesagt ja danach können wir immer noch im Krankenhaus arbeiten.

00:43:16: Und

00:43:16: als ihr angefangen habt das Ganze zu bauen ich komme auch aus dieser fachlichen Welt und Ich habe zu Beginn so, ich will nicht sagen es war ein Kardinalsfehler Aber ich hab versucht Diese ganze Filme um die Fachlichkeit herumzubauen.

00:43:28: Du hast da vorhin gesagt, wie baut man gute Technologieprodukte und ich habe es zum Beispiel gemacht.

00:43:32: Ich sagte das ganze Fachwissen, wovon wir erleben?

00:43:36: Das zentralisiere ich im Unternehmen.

00:43:37: Ich hab das so Racktex heruntergenommen von Regulatory Technology Und da saßen dann so Fachexperten, da saß ein Steuerberater und dieses ganze Wissen sag' ich mal in sich getragen haben.

00:43:46: Ich habe denn immer gemerkt dass dieses Wissen im Unternehmen gar nicht mehr so zirkuliert dass die Produktleute, die die Produkte gebaut haben.

00:43:53: Dass die Engineers, die das Ganze programmiert haben Ende des Tages immer wieder gegen so eine Art Intene Mauer gestoßen sind.

00:43:58: und wo ich da merke dann ja also das muss sich aufbrechen und dieser Anspruch dazu zu machen, es kam halt aus diesem Perfektionismus.

00:44:08: alles muss fachlich hundert Prozent korrekt sein.

00:44:11: Das würde ich sicher nicht nochmal machen.

00:44:13: Hast du ähnliche Erfahrungen gemacht?

00:44:15: Ich meine Du hast da gerade gesagt eigentlich habt ihr es zu Beginn an so gemacht, dass Ihr interdisziplinäre Teams hattet was ich ja faszinierend finde.

00:44:20: Aber würdest du sagen, es gab so innige Herausforderungen?

00:44:23: Ja also mir liegt das Fern zu sagen dass wir immer alles richtig gemacht haben.

00:44:27: Wir hatten natürlich auch unsere Zeiten wo sag ich mal die Teile Inhalt und Produkt eher getrennt voneinander waren ja und auch sich übereinander geärgert haben.

00:44:38: Ich glaube, da sind wir... Das haben wir gelernt, haben wir gemerkt, haben gesehen, haben schmerzhaft erfahren.

00:44:43: Und das sieht heute ganz anders aus.

00:44:45: Heute haben wir wirklich eine sehr gute Kommunikation zwischen diesen Bereichen tatsächlich.

00:44:50: Es sind ne ganze Menge unserer Ärzte Produktmanager geworden die beide Welten vereinen letztlich.

00:45:00: Das sind, glaub ich mit den sozusagen aus unserer Sicht für unser Produkt die fähesten Menschen, die wir haben.

00:45:07: Wie nah bist du als Gründer noch am Produkt?

00:45:09: Was würdest du sagen?

00:45:11: Relativ nah!

00:45:12: Ja also tatsächlich beschäftige ich mich persönlich ziemlich viel damit neue Produkte zu schaffen.

00:45:18: Ich habe die Pflege in Deutschland für uns gestartet vor zwei Jahren und ich schaue an weitere Märkte und versuche da letztlich immer so diese Initialzündung wieder reinzubringen.

00:45:29: Gab's Phasen wurde auch mal weiter weg warst bei mir was in der Tat so nach der, würde ich sagen nach der zweiten Finanzierungsrunde.

00:45:35: Oder das ganze natürlich auch größer wird von den Leuten größer wurde.

00:45:38: da baust du so Strukturen ein und machst zum Market Research und hast Produkt-Research.

00:45:43: dann hast du verschiedene Ebenen sag ich mal zwischen dir als Geschäftsführer und dem Produkt wo ich merke na ja ich bin gar nicht mehr so nah dran und irgendwann habe ich auch so gewisse Hemmungen entwickelt wie so.

00:45:52: ne also ich wollte mich nachts sagen dass ich Micro Management mache.

00:45:56: Hast Du ähnliche Phasene erlebt oder würdest du sagen eigentlich war ich immer gleich nah?

00:46:00: direkt an den Produkten rein.

00:46:02: Vielleicht vorweg.

00:46:03: ich bin jetzt nicht der einzige, der bei uns sozusagen so lange dabei ist.

00:46:07: also wir sind eine Reihe von Co-Foundern sozusagen fünf an der Zahl und wir haben eigentlich diese Bereiche ein bisschen zwischen uns aufgeteilt.

00:46:17: das verändert sich auch immer mal.

00:46:19: aber insofern ist jetzt auch keiner dabei wo ich sagen würde dass es einfach komplett abgehoben sondern wir versuchen letztlich aus, sozusagen jeder trägt eine gewisse Teilverantwortung daraus das beste gesamte Bild zu machen.

00:46:37: Und das entsteht in der Runde, es existiert nicht in einer einzelnen Person würde ich sagen.

00:46:42: und klar über die Zeit der letzten zwölf Jahre gab's auf jeden Fall Phasen wo wir näher oder weiter entfernt waren.

00:46:49: aber prinzipiell glaube ich sind wir alle eher sehr nah dran im Produkt.

00:46:54: Jetzt sprichst du was Spannendes an.

00:46:55: Ihr habt ja unter Freunden gegründet, wir auch.

00:46:58: würdest du sagen, so eine Gründung wie am Boss stellt so ne Freundschaft auch schon mal zwischendurch auf die Probe?

00:47:04: Kann man das sagen?

00:47:05: Das kann man sagen!

00:47:06: Also ich glaube mit Freunden gründen hat Vor- und Nachteile wenn man so will.

00:47:10: Ja Die Verbindungen sind natürlich viel enger und man kann sich viel... Man bringt sehr viel mehr Vertrauensvorschuss mit sozusagen, aber man lernt sich natürlich auch auf eine Art und Weise kennen wie man sich jetzt vielleicht vorher nicht unbedingt kannte.

00:47:24: Bisher würde ich sagen ist es zu unserem Vorteil gelaufen.

00:47:28: ja also wir sind jetzt zwölf Jahre dabei sitzen da noch alle drin und das funktioniert.

00:47:34: aber es kann auch glaube ich ganz anders aussehen.

00:47:36: Und für uns ist es heute, glaube ich eine große Stärke.

00:47:38: Ja?

00:47:39: Es ist ne große Stärkung, dass wir diese Gruppe haben und das wir dadurch diese geteilte Verantwortung tragen können... ...und da durch wirklich eine ganze Menge unterschiedliche Dinge parallel machen könnten.

00:47:50: Treff dir Entscheidungen mal noch gleichberechtigt!

00:47:52: Ich weiß, das war bei uns.

00:47:53: Wir sind so als drei Kursi ausgestarrt.

00:47:54: Das war bei us zu Beginn schon ne große Herausforderung,... ...weil man ständig irgendwie so ein Art Kompromiss finden musste.

00:48:01: Habt ihr da Instrumente, wo wir sagen, es gibt ja irgendwie einen unter uns so ein Primus in der Paaris.

00:48:05: Der hat vielleicht das letzte Wort wenn wir mal nicht weiterkommen in der Diskussion?

00:48:10: Gibt es glaube ich gefühlt schon aber ist nie offiziell deklariert und wird auch selten angewendet für dich überhaupten.

00:48:21: Ich will auch nicht sagen dass wir jetzt immer komplett konsensorientiert sind.

00:48:26: Aber es werden schon eigentlich alle Gedanken mit einbezogen in die Entscheidungsfindung.

00:48:32: Und das macht größtenteils, ja zu einem manchmal aufwendigeren Prozess aber größtentals eigentlich sehr differenzierte Entscheidung.

00:48:40: Habt ihr für euch auch schon, sagen wir mal, Methoden entwickelt?

00:48:43: Immer um dieses, dieses Konstrukt auch organisch weiterzuentwickeln?

00:48:46: also ganz einfach gefragt.

00:48:48: Man mitgründet nicht machen einmal im Quartal so eine Off-Side.

00:48:50: Da mieten wir uns hier irgendwo in Hamburg oder in einer Umgebung ins Hotel gegen gut Essen reden auch mal sehr offen über ... Das Unternehmen über die Familie und was uns sonst bewegt, wo wir vielleicht in fünf Jahren stehen wollen.

00:49:01: Aber wirklich sehr offen und ehrlich macht ihr ähnliche Dinge oder habt ihr euch vielleicht ein Mediator noch ins Unternehmen geholt?

00:49:07: Gibt es da gewisse Instrumente, die du auch empfehlen würdest?

00:49:09: Also wie man ähnlichen Dingen, wie du sie beschrieben hast.

00:49:11: Wir machen Retreats.

00:49:13: Wir treffen uns relativ regelmäßig teilweise wöchentlich und tauschen uns aus.

00:49:22: Jetzt hast du vorhin noch eine Sache angesprochen.

00:49:24: Ihr kommt ja quasi aus der Ärztewelt und ich diskutiere mit meinen Gästen zum Ende immer gerne so eine Art Dilemma, das klingt irgendwie fataler als es am Ende des Tages ist, sondern es geht um Entscheidungen.

00:49:35: wo's eigentlich wenn man alle Zahlen und Fakten auf den Tisch hat ist auch richtig und kein falsch gibt, sondern einfach nur die Entscheidung.

00:49:41: Das hast Du gesagt, ihr seid jetzt schon seit einiger Zeit im Bereich der Pflegekräfte unterwegs.

00:49:49: Wir sind aktuell auch fokussiert auf e-commerce und merken natürlich auch, der Markt ist.

00:49:53: Auch wenn er groß klingt, auch irgendwo limitiert.

00:49:55: So die Frage jetzt nach wo gehst du als nächstes rein?

00:49:58: In welche Branche gehst Du als nächstes rein?

00:49:59: Und ihr habt für euch natürlich auch im Monat liegend den Bereich Pflegekräfte definiert.

00:50:04: Würdest du sagen es gibt ja irgendwo so einen Punkt an dem man egal welchen Sektor man unterwegs ist das mal in Betracht ziehen sollte?

00:50:13: was war da Auslöser bei euch dafür?

00:50:15: Du meinst weitere Geschäftsfelder?

00:50:17: Heute die Geschäftsfelder habt ihr gemerkt, dass vielleicht irgendwo das Wachstum vielleicht so ein bisschen abgeflacht ist und ihr gesagt habt naja jetzt müssen wir vielleicht in anderes Segment gehen.

00:50:25: Also ehrlicherweise sind wir schon im Prinzip seitdem wir oder nach dem Launch unseres ersten Produktes.

00:50:31: zwei drei Jahre später sind wir eigentlich immer in verschiedenen Marktkategorien unterwegs.

00:50:36: also heute würde ich sagen sind es mindestens sieben acht unterschiedliche Märkte in denen wir unterwegs sind dies so als Singuläre Märkte da draußen gibt, die irgendwie anders quasi so als einzelne Märkte sehen.

00:50:48: Für uns... Hast

00:50:50: du mal ein Beispiel?

00:50:50: Ja also zum Beispiel wenn wir jetzt den deutschen Markt nehmen haben wir angefangen damals mit den deutschen Studierenden.

00:50:56: dann haben wir die Ärzte als Markt für uns gewonnen oder sind noch weiter dabei.

00:51:02: Ähm, wir haben das ganze Studium abgedeckt.

00:51:05: Dann gibt es den CME-Markt, Continuous Medical Education als einen gesonderten Markt der wo irgendwelche Punkte vergeben werden für Ärzte die sich red zertifizieren müssen.

00:51:13: Dann gibts den Fortbildungsmarkt in Deutschland wo du irgendwie tolle Dinge lernst die dich fachlich weiter voran bringen und so weiter.

00:51:19: ja?

00:51:19: Das sind theoretische alles einzelne Märkte.

00:51:22: Die entstehen für uns... wenn man sowohl relativ organisch entlang dieses Lebenszyklus sind, aber auch haben alle ihre eigenen Schwierigkeiten Herausforderungen und so weiter.

00:51:32: Aber ihr seid quasi im Kern immer noch ein Lebenszyklus eines Arztes unterwegs?

00:51:35: Also erst als Studenten und dann quasi als praktizierender Arzt.

00:51:37: Das ist richtig ja!

00:51:39: An der Stelle ist das richtig genau und das haben wir repliziert.

00:51:42: Das machen wir in den USA, das machen wir international Und die Annahme ist dass man etwas Vergleichbares mit der Pflege machen kann In Deutschland, in den USA International ... vielleicht auch mit anderen gesundheitsberufen.

00:51:55: Du hast da vorhin gesagt, ne?

00:51:56: Ihr macht euch seit knapp zwei Jahren... Was ist also das wichtigste Learning?

00:51:59: Wo unterscheidet sich dieser Marktgrundlegend und kann man das einfach aus einem bestehenden Unternehmen herausmachen?

00:52:05: oder würdest du, weil es diskutieren wir zum Beispiel auch, sagen wir auch sehr perspektivisch, ob man dazu vielleicht eine eigene Union hat gründet.

00:52:10: Mit einem eigenen, sag ich mal neuen Gründerspirit dahinter, wo ich diesen Tag ein Spirit wieder reinkriege Und nicht aus so einer großen, doch etwas schon sicherlich teilweise auch starren Organisationen heraus.

00:52:21: Was ist deine Erfahrung?

00:52:24: In unserem Fall haben wir das in einem Schnellbrotansatz gemacht und da war ich mit drin und habe das im Wesentlichen versucht aufzugleisen.

00:52:35: Ich glaube am Ende ist immer die Frage, was heißt das jetzt eigentlich wirklich wenn du jetzt sowas neu machst... ganz neu machen, ohne etablierte Strukturen.

00:52:45: Dann kommst du eben auch nur so weiter und gewisse Dinge kannst du in einem Schnellbootverfahren machen andere Dinge nicht.

00:52:51: irgendwo hast du dann wahrscheinlich die Dependencies ja vielleicht auch bei manchen Produktkategorien oder Märkten auch nicht.

00:52:58: also das muss man sich sozusagen natürlich vorher anschauen.

00:53:01: wenn wir jetzt für die Pflege etwas machen dann können Vieles selber machen in diesem mittlerweile größeren Schneeboot, aber eben auch nicht alles.

00:53:10: Ein Stück weit sind wir immer noch sagen auch abhängig von der gesamten Plattformstrategie, der technischen Plattform Strategie.

00:53:17: Wenn jetzt ein ganz anderes Geschäftswelt wählen würden dann könnte man das vielleicht auch separat aufgleisen.

00:53:23: Wie entscheidet man das?

00:53:24: Ob man das macht und wie man es macht ist glaube ich keine ganz gibt's keine Schablone dafür.

00:53:33: Und letztlich ist, glaube ich die Frage, die wir uns auch immer wiederstellen.

00:53:37: Wie viele von diesen Themen können wir denn parallel machen?

00:53:40: Wo an welcher Stelle haben wir noch sozusagen genug Fokus auf den einzelnen Themen und wo wird es vielleicht zu viel?

00:53:47: Ja und dann ist auch das wie eine Frage Können wir das so aufsetzen dass das eigentlich erfolgreich werden kann oder nicht?

00:53:54: wen müssten wir da reinsetzen damit das erfolgreich wird und Haben wir diese leute oder nicht?

00:53:59: also da sind sozusagen glaube ich einige solcher Entscheidungen dann auf dem Weg, wenn man sich das anschaut.

00:54:05: Aber also prinzipiell aus unserer Sicht kann man das auf jeden Fall machen und wir haben es gemacht und machen das immer weiter und für uns ist das ganz wesentlich.

00:54:16: Habt ihr dafür eine eigene Entity gegründet?

00:54:17: Wenn du sagst ja, ihr habt quasi so eine Art hybriden Schnellbootansatz gewählt?

00:54:21: Nee!

00:54:22: Das nicht.

00:54:23: Aber würdest du sagen, ihr seid mittlerweile über fünfhundert Teambeglieder.

00:54:27: Würdest du sagen, auch ohne dass ich jetzt dein Team zu nahe treten will?

00:54:30: Also das muss schon einer aus dem Grunderteam voranschreiben.

00:54:32: Gerade zu Beginn.

00:54:34: Das hilft auf jeden Fall.

00:54:35: Müsste das immer jemand aus dem Gründerteam sein?

00:54:38: Glaub' ich nicht!

00:54:39: Es gibt auch eine... es ist nur nicht so einfach vielleicht, vielleicht so rum wirklich unternehmerisch denkende Menschen zu haben die sich dann auch so sag mal aufgesetzt, also so empowered fühlen.

00:54:53: Dinge voranzubringen gegen viele Widerstände, interne Widerstande, externe Widersstände und so weiter ja?

00:54:59: Also das ist nicht ganz trivial aber das müssten jetzt nicht nur sozusagen Leute aus dem Grunderteam sein theoretisch.

00:55:06: Jetzt muss ich natürlich nachhaken was waren die größten intern- und externen Widerstanden?

00:55:11: da kann ich dich erst nicht vom Haken lassen.

00:55:14: Naja, also interne Widerstände.

00:55:17: Wenn man so will sind natürlich wenn du an die genannten Dependencies kommst, die ich davor genannt habe wo man auf zentrale Einheiten zugreift dann landest du natürlich irgendwo in einem Priorisierungs-Prozess

00:55:31: Ranking.

00:55:32: Das kenne ich gut.

00:55:33: Zu Recht ja.

00:55:34: und da ist natürlich auch die Frage wie gewichtest Du denn den etablierten Markt?

00:55:39: Wo jetzt so und so viele Millionen zur Debatte stehen versus den nicht etablierten markt wo es um erst mal wahrscheinlich noch gar nicht so viel geht aber eben um irgendwie was kommt denn da in drei bis fünf jahren dann raus.

00:55:52: und das ist dass es nicht das nicht einfach aufzulösen.

00:55:55: ja Es geht man kann dann trotzdem vorankommen.

00:55:58: Ja Aber das würde ich mal sagen sind sind wahrscheinlich so.

00:56:01: wir sind sowieso in so einer matrixorganisation unterwegs sind gewisserweise alltägliche themen irgendwo.

00:56:07: Und dann ist natürlich die frage wie kannst du Auf Dauer diese Dependencies so gering wie möglich halten.

00:56:12: Also das ist natürlich eine Lösung dafür, dass das eine externe wiederständige also du bist ja erst mal irgendwie... eine Firma, die für ein bestimmtes Thema steht und noch nicht für einen anderes.

00:56:27: Was du jetzt gerade aufbaust ne?

00:56:28: Also wir waren lange und sind wahrscheinlich auch heute noch ... Die Erzebrand!

00:56:34: Für die Pflege sind wir niemanden.

00:56:36: Ja also es wird besser aber... Aber

00:56:38: ihr macht so der selben Brand das ist zumindest der Anspruch.

00:56:40: oder habt ihr auch diskutiert da für eine Sub-Brand oder irgendwas anderes?

00:56:43: Haben ja alles diskutiert aber bisher ist es so.

00:56:45: Und wir glauben eben schon an diesen einen Plattformansatz.

00:56:49: aber man muss sich überlegen Wo spaltest du das auf?

00:56:53: Und wo schaffst du eine dedizierte Zielgruppenansprache, wo scharfst du ne dedizierte Plattform?

00:56:58: Experience und so weiter und

00:57:00: so fort.

00:57:01: Ich meine ihr habt damit auch die Brand ja auch deswegen so groß und stark gemacht weil diese krasse Glaubwürdigkeit hat.

00:57:07: Weil ihr selber diesen Pen gespürt habt würdest du sagen fehlt euch das bei den Pflegekräften?

00:57:12: beziehungsweise wie versucht ihr das zu adaptieren?

00:57:15: Es fehlt uns das bei den Pflegekräften.

00:57:16: Bei den Pflegekräften sind wir noch nicht so weit, würde ich sagen erst mal ja und es ist natürlich auch ein... Das ist jetzt kein Markt der genau so ist wie der Ärzte.

00:57:27: Also das ist schon manche Dinge sind da auch anders und das ist auch gut so.

00:57:30: Ist auch vollkommen richtig.

00:57:32: also es lässt sich nicht alles einfach eins zu eins kopieren und zu sagen okay ja so sieht das für die Pflege aus dass das eine, das andere ist natürlich... Wir sind dann noch nicht so lange in diesem Markt.

00:57:43: Also haben wir diesen Namen nicht?

00:57:45: Wir haben die Pflegekräfte jetzt auch noch nicht in was weiß ich ... der Absorbenten immer durch ihr Staatsexamen gebracht wie wir es bei den Medizinern gemacht haben.

00:57:55: Insofern klar da ist noch irgendwie etwas aufzubauen und ich denke, dass wir vieles sozusagen Aber kompensieren können dadurch dass wir die Gepflegekräfte genauso wie die Ärzte ins Team holen.

00:58:12: Ich konnte das vielleicht starten, aber ich habe nur nicht den Pflegehintergrund.

00:58:16: Also hab' ich mir möglichst schnell Leute gesucht die diesen Hintergrund haben, die das verstehen, ja?

00:58:21: Die wissen wie es ist da auf Station zu stehen nachts im Dienst und welcher Probleme ich dann habe.

00:58:28: Ich hab' absolut die gleiche Erfahrung gemacht, wir sind mit so einem Umsatzsteuerprodukt gestartet und sind da immer in so dem Bereich Buchhaltung gegangen.

00:58:35: Wir haben dann irgendwann Leute im Markt gespegelt, Roger.

00:58:38: Mit dem zweiten Produkt fehlt euch der Stallgeruch.

00:58:41: Man merkt da fehlen die letzten zwei, drei Zentimeter so an Glaubwürdigkeit und ich hab genau das Gleiche gemacht.

00:58:47: Ich habe mir Leute ins Team geholt, die diesen Pain wirklich schon seit Jahren gespürt haben und auch das glaubwürdig rüberbringen können.

00:58:53: Also er hätte sich wahrscheinlich vorher machen müssen.

00:58:56: aber gut, ich mein, so lernt man eben.

00:58:59: Insofern vielen Dank dass du da warst.

00:59:01: Es waren spannende Insights Danke dir.

00:59:04: Danke

00:59:04: dir, Roger!

00:59:05: Super tolles Gespräch.

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